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Britisches Presseamt will Blogs beobachten

Blogs als Teil der täglichen Presseschau für Politiker. Das britische Central Office of Information (COI) will gezielt Blogs beobachten und auf politische Meinungsäußerungen hin auswerten. Das berichtete die Financial Times. Die "Blogschau" soll die tägliche Presseschau ergänzen und den Politikern Reaktionen der Öffentlichkeit auf ihr Handeln vermitteln. Der Dienst könnte Ende des Jahres starten.
/ Jens Ihlenfeld
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Zuständig für die vorerst experimentelle "Blogschau" ist die Media Monitoring Unit (MMU) des COI. Das COI ist das britische Pendant zum deutschen Bundespresseamt und für die Kommunikation zwischen Öffentlichkeit und Regierung verantwortlich. Als Teil der täglichen Arbeit werden dort seit jeher Fernseh- und Presseberichte ausgewertet. Mit ihrer zunehmenden Bedeutung für die politische Diskussion sind jetzt auch Blogs in den Fokus gerückt.

Die Politiker befürchten laut Financial Times(öffnet im neuen Fenster) , dass ihnen ohne "Blogschau" wichtige Themen entgehen könnten. Dazu Clarence Mitchell, Direktor der MMU: "Da finden online eine Menge Debatten statt, die es vorher einfach nicht gab und die Ministerien haben das Gefühl, sie müssen sich da engagieren." Er wies zugleich darauf hin, dass sich die MMU nicht selbst in die Debatten einmischen wolle. Möglicherweise werden sich aber die Ministerien selbst an den Online-Diskussionen beteiligen. Damit die MMU ihre Pläne bis Jahresende in die Praxis umsetzen kann, müssten sich die Ministerien allerdings noch über die Finanzierung verständigen. [von Robert A. Gehring]


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