Linux-Verband kritisiert Initiative "IT-Fitness"
Menschen fit für den Umgang mit Computern im Berufsalltag zu machen, dieses Ziel hat sich die Initiative " IT-Fitness(öffnet im neuen Fenster) " gesetzt und bietet unter anderem einen Test, mit dem man seine Computerkenntnisse überprüfen können soll. Auf Grund der Ergebnisse habe das Handwerk mangelnde IT-Kompetenz bei Auszubildenden beklagt, schreibt der Linux-Verband.
Die Initiative entstand in Zusammenarbeit von Microsoft mit Partnern wie der Bundesanstalt für Arbeit und dem Branchenverband Bitkom. Die Initiative ist Teil der europäischen Allianz "Skills for Employability", die Microsoft gemeinsam mit der EU-Kommission ins Leben rief. Dementsprechend stehen laut Linux-Verband Microsoft-Produkte auch bei dem Test im Vordergrund.
"Es ist immer wieder dieselbe Geschichte: Microsofts Lobbyisten denken sich eine angeblich uneigennützige Initiative aus, und bis hin zur Bundeskanzlerin wird unreflektiert mitgemacht" , so Elmar Geese, Vorsitzender des Linux Verbands zur Initiative IT-Fitness. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte den Test der Initiative auf der CeBIT 2007 gestartet.
Für Nutzer von Windows-Alternativen wie MacOS oder Linux sei der Test nicht zu bestehen, so der Linux-Verband. Auf Anfrage dazu habe die Initiative geantwortet: "Wer alternative Programme verwendet, ist dabei leider zwangsläufig im Nachteil. Wir sehen aber auch keine Möglichkeit, wie wir dieses lösen können." So würde auf der einen Seite mangelnde Kompetenz beklagt und auf der anderen die Abhängigkeit von einem Hersteller aufgebaut.
"Die Formulierung, man sei als Anwender von Linux- oder Mac-Systemen 'zwangsläufig' im Nachteil, zeigt ganz klar, welche Absicht hinter der Initiative steht. Sich als Werbeträger für den Weltmarktführer einspannen zu lassen, hat mit Transparenz wenig zu tun und zeigt zudem, dass die deutsche Politik jegliches Interesse für Aufbau und Nutzung eigener IT-Produkte vermissen lässt" , so Geese. Auch andere Initiativen wie " Sicherheit im Internet(öffnet im neuen Fenster) " würden belegen, wie stark die Bundesregierung von Microsoft beeinflusst ist.
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