Citrix kauft XenSource
Hinter XenSource stehen Entwickler, die an der Universität Cambridge den freien Hypervisor Xen entwickelten und dann ihr Unternehmen darauf aufbauten. Nun verkauften sie ihr Unternehmen an den Terminalserver-Anbieter Citrix für 500 Millionen US-Dollar, wobei die Summe zum Teil bar und in Aktien bezahlt wird.
Citrix will durch die Übernahme seine Marktposition ausbauen und hofft sowohl auf technische als auch auf Vertriebssynergien. Ein wichtiger Punkt für Citrix ist außerdem die somit verstärkte Beziehung zu Microsoft – denn XenSource arbeitet seit Mitte 2006 mit Microsoft zusammen daran, Linux als Gastsystem unter Microsofts lang angekündigtem Hypervisor Viridian zu unterstützen. Laut Citrix ergeben sich aus der Übernahme Vorteile für Server- und Desktop-Kunden.
XenSource hatte erst am Montag sein Produkt XenEnterprise 4.0 vorgestellt , welches das Unternehmen zunehmend als Alternative zu VMware ESX etablieren will. Gleichzeitig hatte XenSource verkündet, in den letzten 90 Tagen die Kundenzahl auf über 650 verdoppelt zu haben.
In Folge der Übernahme erwartet Citrix für 2007 einen zusätzlichen Umsatz von 1 Million US-Dollar bei 3 Millionen US-Dollar zusätzlichen Kosten. 2008 soll die Übernahme für 50 Millionen US-Dollar zusätzlichen Umsatz bei 60 bis 70 Millionen US-Dollar zusätzlichen Kosten sorgen.
Die Übernahme wurde von den Vorständen beider Firmen genehmigt, muss allerdings noch durch die zuständigen Aufsichtsbehörden abgesegnet werden.
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