QSC: Telekom-Streik bremste Netzausbau
Der hohe Ergebnisanstieg resultiert aus dem Wachstum in den strategischen Segmenten Großkunden, Geschäftskunden und Wiederverkäufer; ihr Umsatzanteil lag im zweiten Quartal 2007 bereits bei 84 Prozent gegenüber 77 Prozent im Vorjahresquartal.
Das höchste Umsatzwachstum erzielte QSC mit Wiederverkäufern und hier insbesondere mit Wholesale-Partnern; der Umsatz in diesem Segment stieg im zweiten Quartal 2007 um 162 Prozent auf 27,8 Millionen Euro, obwohl es in diesem Quartal zu Verzögerungen bei Neuanschlüssen auf Grund des Streiks bei der Deutschen Telekom gekommen war. Auch bei Groß- und Geschäftskunden spürte QSC Auswirkungen des Streiks bei Prozessabläufen und Neuanschlüssen; zugleich verstärkte sich der Preiswettbewerb in der klassischen Sprachtelefonie auf Grund von Voice-over-IP- und Flatrate-Angeboten eher als erwartet. Der Umsatz mit Großkunden stieg aber dennoch um 16 Prozent auf 17,7 Millionen Euro.
Das Bruttoergebnis legte nach vorläufigen Berechnungen um 49 Prozent auf 29,1 Millionen Euro nach 19,5 Millionen Euro im zweiten Quartal 2006 zu; das EBITDA-Ergebnis stieg sogar um 166 Prozent auf 10,9 Millionen Euro nach 4,1 Millionen Euro im Vorjahresquartal.
Im zweiten Quartal 2007 setzte QSC auch seinen Netzausbau fort, beklagt aber Verzögerungen bei der Bereitstellung von Vorleistungen durch den Streik bei der Deutschen Telekom. Daher werde der Netzausbau auf knapp 2.000 Hauptverteiler voraussichtlich erst im ersten Quartal 2008 beendet. Die Investitionen erhöhten sich dennoch auf 18,7 Millionen Euro gegenüber 11,7 Millionen Euro im Vorjahresquartal, da bei QSC über den Netzausbau hinaus auch Investitionen für den Anschluss der steigenden Zahl neuer Kunden anfallen.
Hohe Umsatzzuwächse erwartet QSC im zweiten Halbjahr 2007 insbesondere im Wholesale-Geschäft, wo das Unternehmen mit der 1&1 Internet AG Anfang Juli 2007 einen weiteren Partner gewinnen konnte. Der Umsatz im Gesamtjahr soll über 350 Millionen Euro liegen, das EBITDA-Ergebnis zwischen 50 bis 60 Millionen Euro.