Microsoft: Kritische Fehler - nicht nur unter Windows
Der erste kritische Fehler ( MS07-042(öffnet im neuen Fenster) ) steckt in den XML Core Services, die Nutzer manuell einspielen können, die aber auch durch Microsoft Office 2007 installiert werden. Als Einfallstor dient der Internet Explorer, wobei sich mit entsprechend präparierten Webseiten Code mit den Rechten des eingeloggten Benutzers ausführen lässt. Betroffen sind praktisch alle aktuellen Windows-Versionen.
Der zweite kritische Fehler ( MS07-043(öffnet im neuen Fenster) ) im Bunde trifft vor allem Windows XP und Microsoft Office 2004 for Mac, nicht aber Windows Vista. Auch hier lassen sich über speziell präparierte Webseiten Angriffe ausführen, die in diesem Fall einen Fehler im Object Linking and Embedding (OLE) erzeugen, der es erlaubt, mit den Rechten des eingeloggten Nutzers Änderungen am System vorzunehmen.
Excel ( MS07-044(öffnet im neuen Fenster) ) hat eine Schwäche im Umgang mit fehlerhaften Dateien, worüber sich Code einschleusen lässt, der wiederum mit den Rechten des jeweiligen Nutzers ausgeführt wird. Betroffen ist hier vor allem Office 2000 mit Service Pack 3, bei neueren Versionen einschließlich Office 2004 for Mac stuft Microsoft dieses Update "nur" als wichtig ein.
Gleich drei kritische Fehler ( MS07-045(öffnet im neuen Fenster) ) stopft Microsoft mit einem Update für den Internet Explorer, der bei bestimmten Strings in CSS-Anweisungen aus dem Tritt kommt und das Ausführen fremden Codes erlaubt. Zudem setzt das Update ein Kill-Bit für diverse ActiveX-Objekte, die andernfalls zum Einschleusen von Code über den Internet Explorer ausgenutzt werden können, obwohl einige davon nie für die Nutzung im Internet Explorer vorgesehen waren. Betroffen sind vor allem ältere IE-Versionen, konkret IE 5.01 und 6 unter Windows XP. Bei IE 7 bzw. IE6 auf neueren Windows-Versionen nennt Microsoft diese Update nur wichtig, nicht kritisch.
Eine weitere kritische Sicherheitslücke ( MS07-046(öffnet im neuen Fenster) ) steckt in der "Graphics Rendering Engine" von Windows 2000, XP und Server 2003. Mit speziell präparierten Bildern lässt sich Code mit den Rechten des jeweiligen Nutzers ausführen, wenn dieser ein entsprechendes Bild, das z.B. als E-Mail-Anhang kommt, öffnet.
Ein Fehler ( MS07-050(öffnet im neuen Fenster) ) in der Vector Markup Language (VML) trifft den Internet Explorer 5.01, 6 und 7 unter Windows 2000, XP und Vista. Über eine Webseite oder HTML-E-Mail lässt sich ein Puffer-Überlauf erzeugen und so Code einschleusen.
Als "wichtig" deklariert Microsoft drei weitere Updates: eines für Virtual PC und Virtual Server ( MS07-049(öffnet im neuen Fenster) ), eines für den Umgang von Windows Vista mit RSS-Feeds ( MS07-048(öffnet im neuen Fenster) ) und eines für den Windows Media Player 7 bis 11 unter Windows 2000, XP und Vista.
Eine Übersicht der August-Updates von Microsoft findet sich im Microsoft Security Bulletin Summary for August 2007(öffnet im neuen Fenster) .



