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NMM 1.0: Netzwerk-Integrierte Multimedia Middleware

Motama veröffentlicht neue Version der Multimedia-Middleware unter der GPLv2. Mit ihrer "Netzwerk-Integrierte Multimedia Middleware" (NMM) will Motama eine einfache Entwicklung verteilter und vernetzter Multimedia-Anwendungen ermöglichen. Die Software erlaubt es beispielsweise, Aufnahmen des heimischen Videorekorders von unterwegs mit dem UMTS-Handy abzurufen, Musik drahtlos auf alle HiFi-Geräte im Haus zu übertragen und per Webcam den Gast vor der Haustür anzusprechen. Dabei kann die Ausgabe zwischen allen Geräten synchronisiert werden. Die an der Universität des Saarlandes entwickelte Software läuft unter Windows, Linux und MacOS X und steht nun in einer umfassend erweiterten und verbesserten Version zum kostenlosen Download bereit.
/ Jens Ihlenfeld
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Die an der Universität des Saarlandes entwickelte "Netzwerk-Integrierte Multimedia Middleware (NMM)" wird von dem Spinn-off-Unternehmen Motama weltweit vermarktet. Die Software läuft auf allen wichtigen Betriebssystemen, darunter Windows XP und Vista, MacOS X sowie Linux einschließlich Linux für die PlayStation 3. Ein ebenfalls erhältliches Software Developer Kit (SDK) und die zugehörige Dokumentation sollen einen schnellen Einstieg in die Software-Entwicklung auf Basis von NMM ermöglichen.

Im Gegensatz zu anderen Multimedia-Schnittstellen bietet NMM eine nahtlose Vernetzung im Heimnetzwerk und darüber hinaus. Die Software ermöglicht die transparente Verbindung aller Multimedia-Geräte und erweitert damit auch die Kontrolle auf das komplette Netzwerk. Somit entstehen komplett eigenständige "virtuelle" Geräte. Mit dem Handy kann beispielsweise der Fernsehkanal des Satelliten-Receivers im Wohnzimmer umgeschaltet werden, während das TV-Programm gleichzeitig auf mehreren Fernsehgeräten oder Bildschirmen im Haushalt angezeigt wird.

Audio-Dateien oder Live-Streams aus dem Internet können auf mehreren im Haushalt verteilten Wiedergabegeräten zeitgleich ausgegeben werden. Motama-Gründer Dr. Marco Lohse betont dabei vor allem die Qualität der synchronen Ausgabe von NMM. Die gleichzeitige Medienwiedergabe in mehreren Räumen soll ohne wahrnehmbare Verzögerung und ohne störende Echos erfolgen, obwohl herkömmliche Technik für kabelgebundene oder kabellose Netze, wie LAN oder WLAN, eingesetzt wird. Zusätzlich können Benutzer mit dem so genannten "follow-me" die Wiedergabe nahtlos zwischen verschiedenen Geräten umschalten, beispielsweise, wenn ein anderes Zimmer betreten wird.

In der Version 1.0 wartet NMM mit einer komplett neu designten Netzwerk-Architektur auf, die Funktionen wie Parallel Binding, QoS-Tagging und eine verbesserte RTP-Unterstützung bietet. Zudem wurde die Software stärker modularisiert, um leichter angepasste Versionen mit den jeweils benötigten Funktionen zu erstellen. Dank eines neuen Discovery-Dienstes findet NMM nun alle NMM-Systeme in einem Netzwerk und es gibt zahlreiche neue und verbesserte Plug-Ins.

Die neue NMM-Version wird von Motama unter einer Doppellizenz veröffentlicht. Während Firmen für die kommerzielle Variante von NMM professionellen Support und Garantie erhalten, kann die Software unter der GPLv2 auch kostenfrei in Open Source und Forschungsprojekten eingesetzt werden. Beispielsweise soll Phonon, die Multimedia-Architektur von KDE 4, NMM nutzen.


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