Abo
  • Services:

Legal Remixen

American University erarbeitet Richtlinien für Online-Videos

Die American University in Washington DC hat ein neues Projekt angekündigt, in dessen Rahmen Richtlinien für den Umgang (in den USA) mit Urheberrechten in "Nutzer-generierten Medien" erarbeitet und populär gemacht werden sollen. Als Vorbild dienen die Richtlinien für Dokumentarfilmer.

Artikel veröffentlicht am ,

Die vielen Prozesse wegen Urheberrechtsverletzung gegen die Nutzer von YouTube, MySpace & Co. zeigen es deutlich: Normale Nutzer können leichter mit dem Gesetz in Konflikt kommen, als sie ahnen. Auch gewinnt man leicht den Eindruck, dass Medienkonzerne übermäßig hart auch gegen geringfügige und keineswegs in böser Absicht begangene Urheberrechtsverletzung - oder das, was sie dafür halten - vorgehen. Als Beispiel sei der Fall von Stephanie Lenz angeführt, Mutter des 18 Monate Holden und der drei Jahre alten Zoe, die ein kurzes Video bei YouTube veröffentlicht hatte, auf dem ihre Kinder zur Musik von "Let's Go Crazy" von Prince tanzen. Der Rechteinhaber des Musikstücks, Universal, hatte YouTube dazu veranlasst, das Video zu entfernen, weil er darin seine Urheberrechte verletzt sah. Stephanie Lenz wollte sich damit nicht abfinden und hat mit Unterstützung der EFF gegen Universal Klage wegen Copyright-Missbrauchs eingereicht.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Aschaffenburg
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Solche Beispiele illustrieren, wie stark die Remix-Kultur bereits im Alltag der Menschen verankert ist. Ein ziviler Umgang mit den daraus unvermeidlich erwachsenden Konflikten erfordert Orientierung und praktische Hilfestellung für die Normalnutzer. Das Zentrum für Soziale Medien (CSM) der Schule für Kommunikation an der American University in Washington DC will deshalb in den kommenden Jahren Richtlinien für den Umgang mit urheberrechtlich geschützten Elementen in "Nutzer-generierten Medien" erarbeiten. Ausgangspunkt sind die Regelungen zum "fair use" im US-Copyright, die ähnlich den Schrankenbestimmungen im deutschen Urheberrecht unter bestimmten Umständen Ausnahmen vom exklusiven Urheberrechtsschutz vorsehen. Für Dokumentarfilmer existieren solche Richtlinien bereits seit längerer Zeit und sie werden erfolgreich genutzt.

Das Anfang August 2007 annoncierte Projekt soll in drei Phasen durchgeführt werden. Zu Beginn soll in einer ersten Phase eine empirische Studie Erkenntnisse darüber sammeln, wie gegenwärtig in Online-Videos mit Urheberrechten verfahren wird. Beispiele dafür hat das CSM in einem eigenen Video zusammengestellt (Remix-Culture: The Early Years). In der zweiten Projektphase sollen zusammen mit Online-Video-Providern praxisorientierte Informationen zum Urheberrecht und zu "fair use" für deren Plattformen erarbeitet werden. Ein runder Tisch aller Interessensparteien soll schließlich in der dritten Phase einen Praxisleitfaden für "Nutzer-generierte Inhalte" und "partizipative Medien" vereinbaren. Als Grundlage soll der im April vom CSM vorgestellte Bericht "Unauthorized" dienen. [von Robert A. Gehring]



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,25€
  2. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  3. (nur für Prime-Mitglieder)

Tenschman 14. Aug 2007

Sagt eigentlich nur aus, dass dem Staat die Wirtschaft wichtiger ist als der Mensch...

h0nk-verprügler 14. Aug 2007

du vollpfosten. ehrlich. http://de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz leute wie du haben...

geschocktvondei... 14. Aug 2007

wenn remixe kreativ sein sollten, dann bin ich persönlich ein fan von jürgen drews. ein...

your flexible... 13. Aug 2007

Deine Polemik wäre umso wirkungsvoller, hielte sie sich auch an den Regeln der deutschen...


Folgen Sie uns
       


Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich

Link 300 und Link 500 von JBL, Onkyos P3, Panasonics GA10 sowie Apples Homepod treten in unserem Klangvergleich gegeneinander an. Die beiden JBL-Lautsprecher lassen die Konkurrenz blass aussehen, selbst der gar nicht schlecht klingende Homepod hat dann das Nachsehen.

Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich Video aufrufen
Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. Medizintechnik Künstliche Intelligenz erschnüffelt Krankheiten
  2. Dota 2 128.000 CPU-Kerne schlagen fünf menschliche Helden
  3. KI-Bundesverband Deutschland soll mehr für KI-Forschung tun

Indiegames-Rundschau: Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm
Indiegames-Rundschau
Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm

Gas geben, den weißen Hai besiegen und endlich die eine verlorene Socke wiederfinden: Die sommerlichen Indiegames bieten für jeden etwas - besonders fürs Spielen zu zweit.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Schwerelose Action statt höllischer Qualen
  2. Indiegames-Rundschau Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht
  3. Indiegames-Rundschau Mutige Mäuse und tapfere Trabbis

    •  /