Webdienste rund um elektronische Gesundheitsakte entstehen
Die Barmer hat ein Forschungsvorhaben initiiert, bei dem der Nutzen einer persönlichen elektronischen Gesundheitsakte aus Patientensicht wissenschaftlich begleitet und erforscht werden soll. Nach Ansicht der Barmer ist zwar die Telematik im Gesundheitswesen zurzeit in aller Munde, doch bleibe völlig außen vor, die Versicherten und Patienten einzubeziehen, um auf ihre Sicht, ihre Interessen, ihr Informationsbedürfnis und die erwarteten Vorteile und den Nutzen aufmerksam zu machen, so Birgit Fischer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Barmer.
Inhalte des Vorhabens sind Untersuchungen zum Nutzen und Auswirkung der elektronischen Gesundheitsakte (eGA) durch und auf das Verhalten von Patienten und Leistungserbringern sowie die Auswirkung auf Kooperationen und Abstimmung des Behandlungsverlaufs. Außerdem will man untersuchen, welche Bedeutung die eGA für die Gesundheitsinformation, das Gesundheitsverhalten sowie Möglichkeiten der gesundheitlichen Beratung und Aufklärung bietet. Außerdem soll erforscht werden, welche Auswirkung die eGA auf die Leistungsinanspruchnahme hat.
Mit der Durchführung der Forschung betraut ist eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Dr. Hanna Kirchner, Köln, begleitet von einem interdisziplinär besetzten wissenschaftlichen Beirat, dem die Professoren Joachim Dudeck (Gießen), Karl-Heinz Jöckel (Essen), Walter Lehmacher (Köln) und Hans-Ulrich Prokosch (Erlangen) angehören. Als Technologiepartner für die Studie wurde das Unternehmen ICW (InterComponentWare AG) ausgewählt, welches Ansätze seiner Life-Sensor-Technologie(öffnet im neuen Fenster) in das Projekt einbringt.
Nach Abschluss aller Vorbereitungen soll die elektronische Gesundheitsakte im Herbst 2007 allen interessierten Barmer-Versicherten zur Verfügung stehen.