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Morton ruft zu weitreichenderen Kernel-Tests auf

Zusätzliche Virtualisierungstechniken sollen in den Linux-Kernel gelangen. In seiner Keynote auf der Linux World Expo in San Francisco rief Kernel-Betreuer Andrew Morton dazu auf, den Linux-Kernel ausführlicher zu testen. Dafür seien keine speziellen Kenntnisse nötig, so Morton. In der Kernel-Entwicklung werden auch in Zukunft Virtualisierungstechniken viel Aufmerksamkeit erhalten, sagte Morton voraus.
/ Julius Stiebert
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Andrew Morton, der mit Linus Torvalds den Kernel 2.6 betreut, bezeichnete die Kernel-Entwicklung in seiner Keynote auf der Linux World Expo als Wartungsarbeit, berichtet Linux.com(öffnet im neuen Fenster) . Dennoch sei auch der Druck, neue Funktionen umzusetzen, sehr hoch - sowohl für den Desktop- als auch für den Server- und Embedded-Einsatz, so Morton.

In den letzten paar Jahren sind laut Morton alleine drei neue Architekturen für Embedded-Prozessoren in den Kernel gelangt. Dennoch gebe es wenige Embedded-Entwickler. Firmen, die Linux in ihren Geräten einsetzen, würden selten Funktionen an die Kernel-Entwickler zurückgeben. Dies liege vor allem daran, dass die Geräte nicht aktualisiert würden. Zwar würde die Entwicklung erleichtert, wenn die Funktionen im Kernel wären, doch da die Firmen ihren verwendeten Kernel nicht aktualisieren, wäre der Effekt für sie sehr klein.

Ein wichtiger Punkt sind laut Morton Tests des Kernels, die von mehr Leuten durchgeführt werden sollten. Er gab zu, dass Kernel-Tests eine undankbare Aufgabe wären, da später der Entwickler genannt wird, der einen Fehler korrigiert und nicht der Nutzer, der diesen gemeldet hat.

Letztlich brauche man aber keine speziellen Kenntnisse, den Entwicklern würden eher Berichte von tausend Nutzern helfen, die den Kernel auf unterschiedlicher Hardware starten, als ein Nutzer, der tausend Tests mit dem Kernel durchführt, so Morton. Weitreichendere Berichte würden den Entwicklern helfen, ein besseres Produkt zu schaffen. Dabei sprach Morton auch an, dass er häufig Kommentare bei Slashdot lese, in denen sich Nutzer über Fehler beschweren würden, die nie gemeldet wurden.

Für zukünftige Entwicklungen gebe es auch weiterhin keinen Plan, so Morton in seinem Vortrag weiter. Doch Virtualisierung soll ein wichtiges Thema bleiben, so dass nach Xen auch noch OpenVZ in den Kernel gelangen könnte.


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