Zum Hauptinhalt Zur Navigation

LG.Philips-Patent: Flexible Displays mit Öl und Wasser

Alternative zu OLEDs erhofft. Da vollfarbige OLED-Displays auch nach Jahren der Entwicklung noch sehr teuer in der Herstellung sind, erforscht das Joint Venture "LG Philips LCD" nun einen anderen Weg, um biegsame Monitore kostengünstig herzustellen. Die Pixel sollen dabei aus einem Öl-Wasser-Gemisch bestehen.
/ Nico Ernst
36 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

OLEDs gelten bisher als brauchbarste Technologie für die Herstellung von flexiblen Displays, die Fertigung der kompletten Displays ist aber sehr aufwendig. Die Dioden selbst werden in einem Prozess erzeugt, für den Temperaturen nötig sind, bei denen der flexible Kunststoff-Träger des fertigen Displays schmelzen würde. Also müssen die OLEDs in einem zweiten Schritt auf dieses Substrat transportiert werden. Diese Methode ist nicht nur zeitintensiv, sondern auch fehleranfällig. Bei inzwischen sehr billigen starren LC-Displays wird stets direkt auf dem Substrat gearbeitet, aus dem auch das fertige Panel besteht.

In einer US-Patentanmeldung(öffnet im neuen Fenster) schlägt LG Philips Displays, das bereits 2001 für die gemeinsame Fertigung von Displays gegründet wurde, nun eine ganz andere Technik vor. Auf einem biegsamen Trägermaterial sollen die Pixel aus kleinen Linsen bestehen, die mit einer Mischung aus Öl und Wasser gefüllt sind. Bekanntlich schwimmt Öl auf Wasser, bei dieser Anwendung soll es die Durchsichtigkeit verhindern und ein schwarzes Pixel darstellen. Wird eine Spannung angelegt, soll der Ölfilm an die Seite der Linse rücken und das Pixel zeigt ein darunter liegendes Farbfeld. Es handelt sich also um ein reflektives Display, bei dem die Pixel nicht selbst leuchten.

Ob und wann die vorgeschlagene Technologie serienreif werden könnte, ist offen.


Relevante Themen