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Auch Microsoft erforscht Gigapixel-Fotografie

Ergebnisse eines Forschungsprojekts lassen sich im Internet Explorer betrachten

Die Gigapixel-Fotografie verspricht sehr große Fotos mit vielen Details, ist aber sehr kompliziert, zeitaufwendig und noch Forschungsgegenstand. Anlässlich der Siggraph hat Microsoft Research eine verfeinerte Methode gezeigt und erlaubt das Erforschen der Riesenbilder mit 1,5 bis 4,5 Gigapixeln.

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HD View
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Auf einem modifizierten, motorisierten und computergesteuerten Gestell eines Meade-LX200-Teleskops befestigten die Forscher von Microsoft Research und der Uni Konstanz eine Digital-Spiegelreflexkamera und ein Zoom-Objektiv mit einer Brennweite von 100 bis 400 mm. Fotografiert wurde mit Canons 1DS Mark II (16 Megapixel) oder einer Canon 20D (8 Megapixel), die jeweils automatisch ausgelöst wurden.

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HD View
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Das resultierende Gigapixel-Foto setzt sich aus vielen überlappenden Einzelfotos zusammen, wobei in mehreren vertikalen Fotoreihen geknipst wird. Eine ausgeklügelte Software setzt die vielen Fotos dann automatisch wieder zusammen ("Stitching"), wie es auch bei anderen Versuchen dieser Art der Fall ist.

Das Besondere an der Methode von Microsoft Research und der Uni Konstanz soll nun sein, dass die Stitching-Methode hunderte von Bildern mit unterschiedlichen Belichtungszeiten automatisch zu einem Gigapixel-, HDR- und optional auch Tone-Mapped-Panorama zusammensetzt und dabei recht genau sein soll.

HD View
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"Wir kennen kein anderes automatisiertes System, das solche Fähigkeiten hat", so die Forscher in ihrem Siggraph-Paper "Capturing and Viewing Gigapixel Images". Perfekt ist jedoch auch ihre Software noch nicht, die unterschiedlichen Belichtungszeiten der Bilder sind zum Teil noch zu erkennen und es gibt leichte Randabschattungen. Einige Ideen zur Verbesserung haben die Forscher bereits in ihrem Paper erwähnt.

Außerdem wollen sie einen Gigapixel-Betrachter, einen speziellen Editor und andere Anwendungen entwickeln, welche die Gigapixel-Bilder bzw. deren Einzelaufnahmen nutzen. Den Forschern schwebt eine Integration von Informationen und Geräuschen, eine Anbindung an Online-Kartendienste und die Reise durch verknüpfte, aufeinander folgende Gigapixel-Bilder vor. In Spielen könnten etwa versteckte Objekte aufgespürt oder Rätsel gelöst werden.

HD View
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"Das Erforschen sehr großer Bilder hat uns viel Spaß gemacht und es ist immer wieder beeindruckend, was für Details entdeckt werden können", so die Forscher. Ihre besonders hochauflösenden Bilder lassen sich - bisher leider ausschließlich - im Internet Explorer mit Hilfe der ActiceX-Anwendung HD View ansehen.

Die Gigapixel-Beispielbilder bei xRez haben Auflösungen zwischen 1,2 und 4,5 Gigapixeln, es dauerte 30 bis 90 Minuten, um sie zu fotografieren und 3 bis 6 Stunden, um sie automatisch aus den vielen Einzelbildern heraus zu verknüpfen. Pro Gigapixel werden etwa 100 Megabyte Platz benötigt, wobei die Einzelaufnahmen als JPEG-Kacheln vorliegen.

Nachtrag vom 8. August 2007, 16:10 Uhr:
Es gibt auch eine Firefox-Version von HD View, sie funktioniert aber offenbar nicht mit der xRez-Galerie, sondern nur mit den weniger hoch aufgelösten HD-View-Panoramen von Bohonus VR Photography.



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Matthias079 10. Aug 2007

Warum sollte MS für Linux entwickeln. (Oder zumindest am Anfang) Falls das ein Mut have...

Plattler 09. Aug 2007

Kommt ganz darauf an: Alles zwischen 500 und 100.000 $ Eine 500$_Lösung ist natürlich...

B.D. 09. Aug 2007

hier IE und WinXP, geht nicht.

Neothechosen 09. Aug 2007

Es gab eine Veränderung in der Matrix ó.ò http://img513.imageshack.us/img513/3306...

grüntee 08. Aug 2007

kT


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