MySQL grenzt Community-Server stärker ab

Es gehe vor allem darum, die Community- und Enterprise-Version stärker voneinander abzugrenzen und dafür zu sorgen, dass diese ihre Zielgruppen erreichen, erläutert MySQL-Vize-Präsident Kaj Arnö(öffnet im neuen Fenster) . Dabei reagiert MySQL auch auf die Tatsache, dass manche Linux-Distribution die im Quelltext veröffentlichte Enterprise-Version ausliefert, da die Community-Version den Ansprüchen der Entwickler nicht genügte. Die MySQL-Partner Solid und Proven Scaling bieten mit DorsalSource.org(öffnet im neuen Fenster) direkten Zugriff auf Binarys des MySQL Enterprise Servers.
Für neue MySQL-Versionen, die als stabil bzw. "GA" gekennzeichnet werden, verspricht MySQL für eine begrenzte Zeit monatliche Updates, bis diese Version als "Mature GA" deklariert wird. Neben den mindestens zwei Binärversionen einer als "Mature GA" deklarierten Version soll es jährlich vier planmäßige Versionen geben, die aber nur im Quelltext veröffentlicht werden. Diese sind für Distributionen gedacht, die MySQL mitliefern.
Die bislang zum freien Download bereitstehenden Quelltexte der monatlich erscheinenden Enterprise-Version soll es künftig nur noch für zahlende Abonnenten geben. Dies sei von der GPL gedeckt, schreibt Arnö unter Berufung auf die FSF. Eine Hintertür bleibt: Zahlende Abonnenten können die Quelltexte auch künftig weitergeben, auch in Form von Binärpaketen, so der MySQL-Community-Chef explizit, denn auch künftig werden beide Versionen des MySQL-Servers unter der GPLv2 veröffentlicht.