Neue Router-Generation soll Netzwerkprobleme beseitigen

Larry Roberts setzt auf intelligente Verarbeitung von Datenströmen

Mit seiner neuen Firma Anagran arbeitet Dr. Larry Roberts, der neben Leonard Kleinrock, Robert Kahn und Vinton Cerf als einer der vier Väter des Internets gilt, an einer neuen Generation von Netzwerkgeräten, die Performance-Probleme in Netzwerken beseitigen sollen. Mit dem "Anagran FR-1000 Flow Router" stellte das Unternehmen zugleich sein erstes Gerät vor.

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Der Anagran FR-1000 Flow Router ist ab sofort zu haben und soll das einzige Gerät sein, das die Anforderungen von Sprach- und Videodaten sowie drahtlosen Applikationen erfüllt. Der FR-1000 soll Leistungsprobleme in Netzwerken eliminieren und zugleich mit einem äußerst geringen Stromverbrauch aufwarten. Dabei soll der Router deutlich billiger sein als herkömmliche Layer-3-Router.

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Herkömmliche Router seien für die Übertragung von Datenströmen wie Videos nicht gut geeignet, so Anagran-Gründer Roberts. Schuld seien die festen Frame-Raten, Schwankungen und allgemeine Skalierungsprobleme schon bei moderater Netzbelastung. Mit dem sich verändernden Traffic könne man sich nicht länger auf diese alte Generation der Paket-Technik verlassen, die seit praktisch 40 Jahren unverändert eingesetzt wird: "Ich weiß, ich habe die Technik entworfen und kenne ihre Grenzen", so Roberts. Nach seiner Ansicht sind die bisherigen Produkte nicht in der Lage, IPTV, Video-on-Demand und VoIP gemischt mit Peer-to-Peer-Daten effektiv zu verarbeiten.

Anagran FR-1000 Flow Router
Anagran FR-1000 Flow Router

Mit Anagran will Roberts dieses von ihm beschriebenen Probleme adressieren und setzt auf eine eigene patentierte Technik. Der vorgestellte Anagran FR-1000 Flow Router ist dabei allerdings voll kompatibel mit herkömmlichen Layer-3-Routern, soll die durch ihn laufenden Datenströme aber intelligent überwachen. Dabei geht es Anagran nur um Datenströme ("flow") als einzige wichtige Netzwerkaktivität von einem zum anderen Endpunkt, beispielsweise Video-Downloads, die Übertragung von Bildern oder ein Sprachtelefonat.

Statt diese Datenströme nur als aufeinander folgende einzelne Pakete zu routen, soll Anagrans "Fast Flow Routing" getaufte Technik jedes einzelne Paket als Teil eines übergeordneten Datenstroms behandeln und den wichtigsten Informationen die höchste Priorität einräumen. Ermöglicht werde dies durch "Intelligent Flow Discard", einen neuen Ansatz zur Traffic-Kontrolle, der Verzögerungen und Paketverluste, wie sie bei herkömmlichen Routern auftreten, eliminieren soll.

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Der FR-1000 speichert dabei Statistiken für jeden Datenstrom in Echtzeit und nutzt eine verhaltensbasierte Traffic-Kontrolle ("Behavioral Traffic Control"), um zu verhindern, dass einer der Datenströme mehr Bandbreite beansprucht als angemessen ist. Dabei soll FR-1000 die Netzwerkkosten zugleich auf ein Zehntel reduzieren. Netze sollen sich so dauerhaft zu 90 Prozent auslasten lassen, unabhängig davon, wie viel Traffic in ein Netzwerk gelangt.

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