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Software-Entwackelung und Rauschunterdrückung für Fotos

Forscher demonstrieren auf der Siggraph 2007 neue Bildverarbeitung. Heutige Digitalkameras erreichen zwar extrem hohe Lichtempfindlichkeiten, andererseits ist dann das digitale Rauschen auch so hoch, dass die Aufnahmen kaum noch brauchbar sind. Bei niedrigen und rauscharmen ISO-Werten muss der Verschluss länger geöffnet bleiben und die Gefahr von Verwackelungen steigt. Forscher von der Hong Kong Universität haben nun zusammen mit Microsoft ein Verfahren vorgestellt, das die Vorteile beider Aufnahmetechniken vereint.
/ Jens Ihlenfeld
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Die Forscher stellen ihr Projekt(öffnet im neuen Fenster) auf der Siggraph 2007 in San Diego vor. Das Software-Verfahren verrechnet zwei Bilder miteinander: ein verwackeltes mit niedriger ISO-Zahl, aber korrekten Farben, und ein scharfes, aber stärker verrauschtes Foto mit hoher Lichtempfindlichkeit.

Das Ergebnis ist ein Bild, das man ohne Stativ so nicht hätte erzielen können. Es ist gleichzeitig scharf und rauscharm. Die wissenschaftliche Veröffentlichung "Image Deblurring with Blurred/Noisy Image Pairs" wurde von Lu Yuan und Long Quan von der Hong Kong University of Science and Technology eingereicht. Außerdem arbeiteten Jian Sun und Harry Shum von Microsoft Research Asia mit an dem Projekt. Die Arbeit wurde auf der Siggraph als eines von sechs Highlights bewertet.

Image deblurring with blurred/noisy image pairs
Image deblurring with blurred/noisy image pairs (06:24)

Noch gibt es keine Software bzw. ein Plug-In, das die entwickelte Technik nutzt. Die Forscher deuteten auch an, dass Kamerahersteller die Funktionen direkt in die Firmware der Apparate übernehmen könnten, so dass eine spätere Bearbeitung am PC überflüssig wird.

Die Siggraph 2007 findet vom 5. bis 9. August 2007 im San Diego Convention Center in Kalifornien statt.


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