Usepirat stellt Dienst ein - bis auf weiteres
Usepirat verspricht – wie andere kostenpflichtige Dienste dieser Art – einen schnellen Zugang auf datenintensive Newsgroups des UseNet, um darüber "beliebig viele MP3s, Filme, Software, Games und Erotik" herunterladen zu können. Laut GEMA stellt sich Usepirat "ausdrücklich in den Kontext der rechtswidrigen Nutzungsmöglichkeiten des UseNet" und werbe mit dem Zugriff auf über 1,3 Millionen Filme und ein MP3-Angebot von etwa 1 Millionen Werken. Darunter seien auch Musikstücke, die von der GEMA vertreten werden.
Nach einer Abmahnung entschieden sich die Usepirat-Betreiber laut eigenen Angaben auf Anraten ihres Anwaltes Dr. Metzner für eine freiwillige Vereinbarung mit der GEMA, in deren Rahmen der Usenet-Zugangsdienst abgeschaltet wurde.
GEMA-Vorstandsvorsitzender Dr. Harald Heker zeigt sich zuversichtlich: "Diese aktuellste Entwicklung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Mit der wegweisenden Grundsatzentscheidung des Landgerichts Hamburg in dem Verfahren gegen den UseNet-Zugangsvermittler UseNext haben wir ein wichtiges Exempel statuiert, welches bei Gerichten und in der Szene zunehmend Bestätigung findet."
Seitens des französischen UseNet-Server-Providers Netconsortium heißt es allerdings, dass der Dienst nur temporär abgeschaltet wird – so lange, bis das Ergebnis der von UseNext angestrebten Berufung in einem ähnlichen Fall feststehe. Das könnte in einem halben Jahr so weit sein, so ein Usepirate-Sprecher gegenüber Golem.de. Die Usepirat-Website bleibt zwar online erreichbar, es kann aber kein Vertrag abgeschlossen werden. Die Zahlungsabwicklung und den Support übernahm Aspirate.