Bluetooth 2.1: Einfacher, stromsparender und mehr Sicherheit

Optionale Nahbereichskopplung mit NFC-Tags

Die Bluetooth Special Interest Group (SIG) veröffentlichte die Version 2.1 der Bluetooth-Spezifikation. Die neue Version 2.1+EDR (Enhanced Data Rate) soll mehr Schutz vor Angriffen bieten, die Leistungsaufnahme senken sowie den Kopplungsprozess vereinfachen.

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Die von der Bluetooth-SIG angedachte Kopplung von Geräten (Pairing) in der neuen Version 2.1+EDR der Bluetooth-Spezifikation, soll den Prozess selbst deutlich vereinfachen. Dazu genügt es beide Geräte in einen Kopplungsmodus zu versetzen, indem etwa "Bluetoothgerät hinzufügen" auf einem Mobiltelefon ausgesucht wird und auf dem Headset der entsprechende Knopf gedrückt wird. Ein Austausch von PINs soll nicht mehr notwendig sein.

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Andere Hersteller nutzen schon länger eine Autopairing-Funktion, die bisher jedoch nicht Herstellerübergreifend funktionierte. Die neue Technik verspricht weniger Schritte für den Nutzer, eine Verbindung binnen weniger Sekunden und eine erhöhte Sicherheit.

Für den Fall, dass ein PIN-Code genutzt werden muss, soll ein neues Verfahren ("Eavesdropper Protection") diesen besonders schützen. Die Bluetooth-SIG verspricht, dass ein sechsstelliger numerischer Code sicherer sein soll als ein 16-stelliger alphanumerischer PIN-Code. Der neue Kopplungsprozess soll zudem weniger Anfällig für "Man-in-the-Middle"-Attacken sein. Um Angriffe von Außen zusätzlich zu erschweren lässt sich für die Kopplung auch der optionale NFC-Modus (Near Field Communication) nutzen. Dazu müssen die Geräte besonders dicht aneinander gehalten werden.

NFC in Verbindung mit der vereinfachten Kopplung soll weitere Möglichkeiten bieten: In einem Demonstrationsvideo auf das die SIG verweist, wird etwa gezeigt wie mit einem Prototyp eines entsprechenden Mobiltelefons ein Foto geschossen wird und das Telefon anschließend an einen Bluetooth-fähigen Bilderrahmen (oder Drucker) besonders nah gehalten wird, dass das Bild schnell übernimmt. Für NFC müssen Geräte derzeit jedoch eine gewisse Größe besitzen. Bluetooth-Headsets sollen diesen Platz noch nicht bieten können. In der Demonstration wird zur NFC-Kopplung stattdessen die Bedienungsanleitung benutzt, in das ein zum Headset passendes NFC-Tag eingesetzt wurde. Das Handy wird an die Anleitung gehalten und anschließend verbindet es sich mit dem zur Anleitung gehörenden Headset.

Mit der neuen Bluetooth-Version soll sich auch die Leistungsaufnahme von Bluetooth-Geräte nochmals deutlich reduzieren lassen. Die Bluetooth-SIG verspricht bis zu fünf Mal längere Laufzeiten. Damit sieht sich die Bluetooth-SIG in ihrer Situation gestärkt eine Technologie zu bieten die es bei niedriger Leistungsaufnahme erlaubt vor allem kleinere Geräte miteinander zu verbinden.

Halbleiterhersteller wie Broadcom, CSR, Infineon und Texas Instruments sollen Bluetooth-2.1+EDR-Chips bereits anbieten können, die SIG erwartet erste Geräte für den Endkunden bis zum Ende des Jahres 2007.

Die 1.420 Seiten starke Spezifikation der Bluetooth-2.1+EDR-Bestandteile steht auf der Seite der Special Interest Group zum Download bereit

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