USA: Schlag gegen Modchip-Händler
Durchsucht wurden dabei Geschäftsräume, Schaufenster und Wohnungen in Kalifornien, Florida, Hawaii, Idaho, Illinois, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, New York, North Carolina, Ohio, Pennsylvania, South Carolina, Texas und Wisconsin. Ziel waren Personen, die in den direkten Import, die Installation, den Verkauf und die Distribution der aus dem Ausland stammenden und in die USA geschmuggelten Modchips verwickelt sein sollen.
"Unerlaubte Geräte wie die heute im Rampenlicht stehenden werden nur aus einem Grund entwickelt, die Umgehung von Urheberrechtsschutzmaßnahmen" , betonte Julie L. Myers, Assistant Secretary der Homeland Security for Immigration and Customs Enforcement.
Dabei wird allerdings verschwiegen, dass viele Modchips auch noch Funktionen haben, die auf vielen Konsolen noch gesperrte Importspiele oder private Software-Entwicklung ermöglichen und es nicht nur den einen Grund zum Einbau eines Modchips gibt. Allerdings haben einige Hersteller wie etwa Sony Computer Entertainment bei der PlayStation 3 angefangen, den Kunden mehr Freiräume zu lassen und ihnen die Nutzung von legal in anderen Ländern gekauften Spielen zu erlauben.
In Bezug auf den Modchiphandel erklärt Myers weiter: "Diese Verbrechen kosten seriöse Unternehmen jährlich Milliarden von Dollar und fördern viele weitere Ebenen von Kriminalität, wie Schmuggel, Software-Piraterie und Geldwäsche." Das ICE führt dazu Schätzungen der Chamber of Commerce an, denen Zufolge der US-Wirtschaft jährlich zwischen 200 und 250 Milliarden US-Dollar durch Produktfälschungen und Piraterie verloren gehen und dies in Folge bis zu 750.000 Jobs kostet.
Die an der Aktion beteiligten Unternehmen, Nintendo und Microsoft, sowie der US-Branchenverband "Entertainment Software Association" (ESA) zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis der Durchsuchungen. Microsoft spricht von einem wichtigen Schritt für den Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen.
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