Mehr Spielekonsolen in Deutschland

Im ersten Halbjahr 2007 kletterte der Umsatz mit Spielekonsolen in Deutschland auf 276 Millionen Euro. Das entspricht laut Bitkom einem Anstieg von 73 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2006. Damals wurden Konsolen im Wert von 160 Millionen Euro gekauft. Der Absatz erhöhte sich in den ersten sechs Monaten 2007 um 39 Prozent auf 1,3 Millionen Geräte, im ersten Halbjahr 2006 waren es noch 0,9 Millionen. Allerdings waren zu dem Zeitpunkt in Deutschland weder die PlayStation 3 (seit März 2007) und noch die sehr erfolgreiche Wii (seit Dezember 2006) auf dem Markt.
Ein großer Anteil davon wird voraussichtlich Nintendos Wii zuzurechnen sein, da es dem japanischen Hersteller dank eines ungewöhnlichen aber einfach zu verstehenden Bedienkonzeptes und passender Spiele glückte, Kunden jenseits der klassischen Zielgruppen anzusprechen. In die Bitkom/GfK-Zahlen dürften auch die Spielehandhelds eingerechnet sein, wo das Nintendo DS die Nase vorn hat.
Auf konkrete Systeme geht die Bitkom-Pressemitteilung selbst zwar nicht ein, erwähnt aber, dass sich in Deutschland vor allem Karaoke- und Quizspiele zu Verkaufsschlagern entwickelt hätten. Damit dürften die erfolgreichen SingStar- und Buzz-Spiele für die immer noch gut verkaufte PlayStation 2 gemeint sein.
"Die historischen Spitzenwerte zeigen, dass das Interesse an Spielekonsolen ungebrochen ist. Umfangreiche Investitionen in die Entwicklung neuer Geräte zahlen sich nun aus" , so Manfred Gerdes, Mitglied des Bitkom-Präsidiums, Chef von Sony Deutschland – und ehemaliger Chef von Sonys deutscher PlayStation-Abteilung, Sony Computer Entertainment Deutschland.



