Angetestet: Blackberry 8310 alias Curve
Neu ist die integrierte GPS-Funktion, die auf das Kartenmaterial des Vodafone Navigators zugreift und Geodaten von Navteq benutzt. Der Nutzer kann sich Adressen aus seinem privaten Telefonbuch, aus dem öffentlichen Telefon- und Branchenbuch (Klicktel) oder aus den "Points of Interest" heraussuchen und mit dem Vodafone Navigator den Weg lotsen lassen. Dabei lässt sich zwischen Fußgänger- und Autofahrermodus wählen.
Um sich den Punkt, an dem sich der Nutzer gerade befindet, als Satellitenbild von oben anzeigen zu lassen, steht Google Earth vorinstalliert zur Verfügung. Die Daten liefert Google, auf dem Vodafone-Server werden sie mit dem Standort des Nutzers abgeglichen und anschließend als Bild aufs Mobiltelefon geschickt. Da das 8310 Daten nur via EDGE oder GPRS überträgt, gestaltet sich der Bildaufbau leider recht gemächlich.
Für Texteingaben gibt es eine QWERTZ-Tastatur, deren Tasten allerdings sehr eng beieinander liegen und so manchmal schwer zu treffen sind. Ein bisschen mehr Wölbung wäre wahrscheinlich hilfreich, um das Verwechslungsrisiko der Tasten zu minimieren. Eine integrierte und lernfähige Rechtschreibkorrektur soll helfen, Tippfehler zu vermeiden.
Zwischen Display und Tastatur befindet sich der bekannte Blackberry-Trackball, um darüber alle wesentlichen Funktionen des Gerätes zu bedienen. Es ist Geschmackssache, ob man lieber die Kugel schiebt oder ein Scrollrad am Rand bevorzugt wie es beispielsweise das SGH-i600 von Samsung anbietet. Einen Touchscreen hat Blackberry wie gewohnt nicht verbaut.
Neben der Kamera findet sich auch ein Media-Player an Bord. Der Mediaplayer erlaubt es, Videos als MPEG4-, H263 oder WMA-Filme zu betrachten und MP3-Musikdateien in den Formaten MP3, MIDI, AMR-NB, AAC/AAC+/eAAC+ und WMA abzuspielen. Für die ersten 5.000 verkauften Geräte verspricht Vodafone zusätzlich vorinstallierte 100 Songs (u.a. Abba) und 20 Videos des Labels Universal.
Der 64 Megabyte große interne Speicher lässt sich für sämtliche Musik-, Foto- und Videodaten durch Micro-SD-Speicherkarten auf bis zu 4 GByte erweitern.
Das BlackBerry Curve 8310 ist als Quadband-GSM-Gerät ausgelegt, das fast überall auf der Welt auf Empfang bleibt. Zur Kommunikation mit anderen Geräten stehen eine USB- und eine Bluetooth-Schnittstelle zur Verfügung. Der Akku soll laut Research in Motion bis zu 4 Stunden im Gespräch und 17 Tage im Standby durchhalten.
Die Sprachqualität ist mittelmäßig, die Lautstärke tendenziell eher einen Tick zu leise. So klingt die Stimme von Festnetz zu Handy sehr scheppernd, teilweise kommen die Worte auf dem Smartphone zerhackt an. Von Handy zu Smartphone ist der Klang weniger metallisch, dafür stark nasal, auch hier werden hie und da Silben verschluckt. Die integrierte Freisprecheinrichtung ist praxistauglich, allerdings muss der Gesprächspartner manchmal mit einem Echo leben. Reden beide Partner gleichzeitig drauf los, kommt es zu Aussetzern, die Gegenseite hört hier teilweise nicht alles.
Fazit
Vodafone und RIM haben dem 8310 alias Curve neben einer QWERTZ-Tastatur umfangreiche Software spendiert. Besonders praktisch ist das eingebaute GPS-Modul. Dennoch lässt das Mobiltelefon wichtige Funktionen wie WLAN und UMTS/HSDPA vermissen.
Der BlackBerry Curve 8310 soll bei Vodafone ab sofort für 99,90 Euro zu haben sein, wenn der Nutzer das Business KombiPaket Zuhause 240 für 54,95 Euro pro Monat kauft. Bis Ende Oktober wird es den Curve 8310 exklusiv bei Vodafone geben.
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