Linux-WLAN-Komponente OpenHAL verletzt kein Copyright

OpenHAL kann weiterentwickelt werden

OpenHAL ist eine offene Version des Hardware Abstraction Layer (HAL) für den Madwifi-Treiber, mit dem sich unter Linux Atheros-WLAN-Chips nutzen lassen. Das Software Freedom Law Center hat den Entwicklern nun bestätigt, dass sie nicht gegen Atheros' Rechte verstoßen.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Der Linux-Treiber Madwifi benötigt HAL, um die Atheros-Chips ansprechen zu können. In der Standardvariante des Madwifi-Treibers kommt dabei ein Closed-Source-Modul zum Einsatz. Dies hat unter anderem damit zu tun, dass die Atheros-Chipsätze prinzipiell auf Frequenzen funken könnten, für die sich nicht zugelassen sind - beispielsweise weil diese vom Militär zur Kommunikation verwendet werden. Da das Modul jedoch nicht unter einer freien Lizenz steht und vom Treiber vorausgesetzt wird, kann Madwifi auch nicht in den Linux-Kernel gelangen.

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Das OpenBSD-Projekt verfügt über einen freien Atheros-Treiber (ar5k) mit einem HAL, das per Reverse Engineering entstand. Ende 2006 hatte das Software Freedom Law Center (SFLC) dieses bereits überprüft und den Entwicklern bestätigt, dass der Code keine Copyrights verletzt. Portierungen sollte also nichts mehr im Wege stehen.

OpenHAL ist eine solche Portierung für Linux und wurde nun nochmals extra vom SFLC unter die Lupe genommen. Hierfür bekam das SFLC von Atheros Einblick in die Quelltexte der Firma und konnte so OpenHAL mit diesen vergleichen. Dabei kam die Organisation zu dem Schluss, dass OpenHAL nicht gegen Urheberrechte verstößt und die Entwickler ihre Arbeit somit fortsetzen können ohne sich in Bezug auf die rechtliche Situation ihrer Arbeit unsicher zu sein.

OpenHAL könnte dann langfristig auch den Weg für Madwifi in den Linux-Kernel ebnen. John Linville, der das WLAN-System im Kernel betreut, bestätigte bereits, dass der Weg für Madwifi nun frei werden könne.

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