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USA verwehren deutschem Sicherheitsexperten die Einreise

Kleiner Formfehler verhindert Schulung auf der BlackHat-Konferenz. Der deutsche IT-Sicherheitsexperte Thomas Dullien alias Halvar Flake wird in diesem Jahr keine Schulung auf der Sicherheitskonferenz "BlackHat" abhalten, wie er es in den letzten sechs Jahren tat. Ihm wurde die Einreise in die USA verweigert, da er die Schulungsunterlagen ausgedruckt im Koffer mit sich führte.
/ Jens Ihlenfeld
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Flake war in den letzten sieben Jahren auf der BlackHat-Konferenz, seit sechs Jahren hielt er dort Schulungen ab, die zu weiten Teilen von Mitarbeitern von US-Behörden besucht wurden, darunter Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums, des US-Energieministeriums und des US-Heimatschutzministeriums. In diesem Jahr aber wird die Konferenz ohne Flake stattfinden, wie er in seinem Blog schreibt(öffnet im neuen Fenster) .

Flake versuchte, wie in den letzten Jahren, im Rahmen des Visa Waiver Programms(öffnet im neuen Fenster) einzureisen und gab als Grund an, auf der BlackHat-Konferenz eine Schulung zu geben. Dies war zwar in den letzten Jahren kein Problem, doch in diesem Jahr wurde er wegen des Inhalts seines Koffers, in dem sich die gedruckten Schulungsunterlagen befanden, herausgewunken und befragt.

Nach einem neunstündigen Flug folgte eine 4,5-stündige Befragung mit dem Ergebnis, dass Flake die Einreise in die USA verweigert wurde. Formaler Grund: Flake hatte ein falsches Visum. Flake hatte den Vertrag mit BlackHat als Privatperson geschlossen, nicht im Namen seiner eigenen Firma. Daher sei er wie ein BlackHat-Angestellter zu behandeln und bedürfe eines H1B-Visums, um die zweitägige Schulung abzuhalten. Dass der Vertrag mit BlackHat nicht mit seiner Firma Sabre Labs(öffnet im neuen Fenster) geschlossen wurde, liege nur daran, dass es die BlackHat-Schulung schon vor Firmengründung gab und daran nichts geändert wurde.

Auch der Vorschlag, den Vertrag vor Ort umzuschreiben, um den Formfehler zu beseitigen, führte laut Flake nicht zum Erfolg. Auch nicht kombiniert mit einer erneuten Einreise in die USA – also dem Flug zurück nach Deutschland und dann erneut in die USA. Da ihm aber die Einreise im Rahmen des Visa-Waiver-Programms damit dann einmal verweigert wurde, kann Flake dieses nicht mehr in Anspruch nehmen. Er müsste für seinen Besuch ein Geschäftsvisum beantragen, was – nach den Aussage der Offiziellen ihm gegenüber – zwischen vier Tagen und sechs Wochen dauern kann.


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