Abo
  • Services:
Anzeige

Gericht: Herausgabe von Providerdaten unverhältnismäßig

Upload von zwei Liedern ist "Straftat mit geringem Gewicht"

Das Amtsgericht Offenburg hat mit Beschluss vom 20. Juli einen Antrag der Staatsanwaltschaft zur Identifizierung eines Tauschbörsennutzers mit Hilfe von Providerdaten "wegen offensichtlicher Unverhältnismäßigkeit abgelehnt". Beim Upload von nur wenigen, urheberrechtlich geschützten Dateien sei kein "strafrechtlich relevanter materieller Schaden [...] eingetreten", heißt es im Beschluss.

Es ging um einen von bundesweit vielen tausend Fällen in denen eine Anwaltskanzlei im Auftrag der Musikindustrie Anzeigen gegen einen unbekannten Tauschbörsennutzer wegen des illegalen Uploads geschützter Musikdateien gestellt hatte. Ein Mitarbeiter der mit der Anwaltskanzlei zusammen arbeitenden proMedia Gesellschaft zum Schutz geistigen Eigentums mbH hatte als aktiver Teilnehmer an einer Tauschbörse ermittelt. Er fand heraus, dass der oder die Unbekannte die beiden Lieder "Have yourself a merry little Christmas" von Sarah Connor und "Erinnere mich dich zu vergessen" von Yvonne Catterfield zum Tausch anbot. Beide Lieder sind urheberrechtlich geschützt.

Anzeige

Der proMedia-Ermittler hielt die IP-Adresse des Tauschpartners und Datum sowie Uhrzeit fest und leitete sie an die Anwaltskanzlei weiter. Diese erstattete im vorliegenden und weiteren, ähnlichen Fällen Strafanzeige. Der zuständige Staatsanwalt beantragte bei Gericht, wegen Verstoßes gegen § 106 (Unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke) und § 108 UrhG (Unerlaubte Eingriffe in verwandte Schutzrechte) des Urheberrechtsgesetzes, den Provider zur Herausgabe der Identität des Teilnehmers mit der festgehaltenen IP-Adresse zu veranlassen.

Das Gericht hat diesen Antrag "wegen offensichtlicher Unverhältnismäßigkeit" mit recht umfangreicher Begründung abgelehnt (AZ 4 Gs 442/07). Bei der rechtlichen Einordnung der beantragten Herausgabe der Identität stellt das Gericht eingangs fest, dass eine solche Maßnahme nur auf Grundlage der § 100g und § 100h der Strafprozessordnung in Frage käme. Bei den identifizierenden Informationen zu einer dynamischen IP-Adresse handele es sich nämlich "um Verkehrsdaten, und nicht um Bestandsdaten"; und "infolge dessen unterliegen sie dem Fernmeldegeheimnis".

Gericht: Herausgabe von Providerdaten unverhältnismäßig 

eye home zur Startseite
Jarom 26. Aug 2007

Herausgabe von Providerdaten unverhältnismäßig?? Ja, und dann frag ich mich ... und was...

Michael - alt 03. Aug 2007

Bist du zu blöde, meinen Text vernümnftig zu lesen? Worin befindet sich hier eine...

Ihr Name 01. Aug 2007

Ja, genau so ist es! Jeder kann die Protokolle verwenden, die er will, oder gar ein...

Captain 31. Jul 2007

das meinte ich....

gut_so 30. Jul 2007

Ladendiebstähle werden häufig aufgrund Mangels öfentlichen Interesses einer Verfolgung...


Kreativrauschen / 02. Aug 2007

renephoenix.de / 30. Jul 2007

Kaugummidiebstahl ist kein Schwerverbrechen



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Vaihingen
  2. Allianz Lebensversicherungs-AG, Stuttgart
  3. Trescal GmbH, Neustadt in Sachsen
  4. Evangelischer Oberkirchenrat Stuttgart, Stuttgart


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 79,98€ + 5€ Rabatt (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. ab 54,99€
  3. 12,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Streaming

    Netflix gewinnt weiter Millionen Neukunden

  2. Zusammenlegung

    So soll das Netz von O2 einmal aussehen

  3. Kohlendioxid

    Island hat ein Kraftwerk mit negativen Emissionen

  4. Definitive Edition

    Veröffentlichung von Age of Empires kurzfristig verschoben

  5. Elex im Test

    Schroffe Schale und postapokalyptischer Kern

  6. Raven Ridge

    HP bringt Convertible mit AMDs Ryzen Mobile

  7. Medion E6436 und P10602

    Preiswertes Notebook und Tablet bei Aldi Süd

  8. Smartphone mit KI

    Huawei stellt neues Mate 10 Pro für 800 Euro vor

  9. KRACK

    WPA2 ist kaputt, aber nicht gebrochen

  10. Medion Akoya E2228T

    280-Euro-Convertible von Aldi hat 1080p



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Zotac Zbox PI225 im Test: Der Kreditkarten-Rechner
Zotac Zbox PI225 im Test
Der Kreditkarten-Rechner

Thinkpad 25 im Hands on: Für ein 4:3-Notebook reichte es dann doch nicht
Thinkpad 25 im Hands on
Für ein 4:3-Notebook reichte es dann doch nicht
  1. Lenovo Thinkpad 25 Japanische Jubiläums-Bento-Box mit Retro-Extras
  2. Service by Beep Lenovos PC-Diagnostics-App soll auch für iOS kommen
  3. Lenovo Thinkpad A275 Business-Notebook nutzt AMDs Bristol Ridge

Dokumentarfilm Pre-Crime: Wenn Computer Verbrechen vorhersagen
Dokumentarfilm Pre-Crime
Wenn Computer Verbrechen vorhersagen

  1. Re: Geothermie...

    Ach | 05:49

  2. Was ist wenn meine Webseite Https erzwingt?

    GnomeEu | 05:35

  3. Re: Teslas Erfolg

    matzems | 05:12

  4. Re: Ach ja VW, die sind immer noch im Land der Träume

    Hannes84 | 05:09

  5. Re: blödsinn

    maverick1977 | 05:06


  1. 23:03

  2. 19:01

  3. 18:35

  4. 18:21

  5. 18:04

  6. 17:27

  7. 17:00

  8. 15:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel