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Schäuble beharrt: Kein BKA-Gesetz ohne Online-Durchsuchung

"Bundestrojaner" soll doch schnell beschlossen werden. Aussagen des Bundesjustizministeriums zufolge will Innenminister Wolfgang Schäuble die Reform des BKA-Gesetzes doch nicht ohne die Möglichkeit für die umstrittene Online-Durchsuchung von privaten PCs vornehmen lassen. Der Innenminister wies damit frühere Angaben der Justizministerin Zypries zurück.
/ Nico Ernst
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Wie der Spiegel meldet(öffnet im neuen Fenster) , sei die Stellungnahme aus dem Innenministerium eindeutig: "Es wird kein BKA-Gesetz ohne Online-Durchsuchung geben." Zuvor hatte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries gegenüber der Berliner Zeitung(öffnet im neuen Fenster) gemeint, Schäuble würde "inzwischen von seiner Forderung abzurücken, dass der Gesetzentwurf zu den neuen Zuständigkeiten des Bundeskriminalamts die heimlichen Online-Durchsuchungen enthalten muss" .

Rückendeckung erhält Schäuble laut dem Spiegel auch von der Bundeskanzlerin, deren Sprecher Thomas Steg sagte, Angela Merkel könne sich kein neues BKA-Gesetz ohne die Online-Durchsuchung vorstellen.

Hintergrund der Debatte ist die Tatsache, dass Wolfgang Schäuble stets betonte, das BKA-Gesetz sei ohne die Online-Durchsuchung wertlos. Die SPD hat wegen der neuen Maßnahme, die bereits verdeckt angewandt wurde , jedoch starke Bedenken und will erst die technischen und rechtlichen Möglichkeiten näher prüfen lassen. Daher sollte die Online-Durchsuchung aus der Reform des BKA-Gesetzes herausgelöst werden.


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