Lina führt Linux-Programme auf anderen Betriebssystemen aus

Auf dem Zielsystem muss die Lina-VM installiert sein und Entwickler müssen ihre Programme für die VM kompilieren. Dies soll mit C- und C++-Programmen und bei entsprechenden Interpretern auch mit Perl und Python möglich sein. Die VM virtualisiert dann einen x86-Prozessor, auf dem ein modifizierter Linux-Kernel läuft. Bibliotheken fangen Systemaufrufe der Software ab und leiten diese weiter.
Die Vorabversion steht noch unter einer speziellen Lizenz, am 18. September 2007 soll jedoch eine komplette Version unter der GPLv2 folgen. Das Paket enthält derzeit unterschiedliche Teile(öffnet im neuen Fenster) wie den Compiler, Demos, das angepasste Linux-System und die Bootstrap-Komponente um dieses zu kompilieren. Ein Installer und auch die APIs fehlen hingegen noch. Die Vorabversion steht ab sofort zum Download(öffnet im neuen Fenster) im Quelltext bereit. Wer Lina ausprobieren möchte, muss dafür allerdings drei Pakete herunterladen, die zusammen auf über 1 GByte Datenmenge kommen.
Immerhin soll die enthaltene Laufzeitumgebungen bereits in der Lage sein, Kommandozeilen- und GUI-Programme sowie Web-Applikationen unter Windows, MacOS X und Linux auszuführen.
Die Lina-Entwickler sehen ihr Programm als Portierungshilfe und hoffen, dass Unternehmen ihre Anwendungen künftig erst unter Linux entwickeln um sie dann mit Lina auch Nutzern anderer Betriebssysteme anzubieten.