Eine neue Zukunft für Thunderbird gesucht

Mozilla-Stiftung will neue Organisationsstruktur für Thunderbird-Team

Die Mozilla-Stiftung konzentriert sich derzeit vor allem darauf, die Entwicklung an dem Browser Firefox voranzutreiben. Daher sieht die Stiftung, dass nicht mehr ausreichend Zeit und Energie in die Arbeit des E-Mail-Clients Thunderbird gesteckt wird. Hier sieht die Stiftung als Lösung eine neue Organisationsstruktur für Thunderbird und hat drei Vorschläge in petto.

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Beobachter haben es schon lange bemerkt: Die Hauptversionen von Thunderbird werden immer erst mit gehöriger Verspätung nach einer entsprechenden Firefox-Ausführung fertig. Eigentlich hatte sich das Mozilla-Team zum Ziel gesetzt, beide Applikationen immer mit der gleichen Versionsnummer anbieten zu können. Allerdings ging der Plan für Firefox 2.0 und Thunderbird 2.0 gar nicht mehr auf: Thunderbird 2.0 erschien rund 7 Monate, nachdem Firefox 2.0 verfügbar war.

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Als Grund dafür gesteht die Mozilla-Stiftung ein, dass das Hauptaugenmerk derzeit auf die Entwicklung des Firefox-Browsers liegt. Die Entwicklung an Thunderbird läuft eher so nebenher. Daher sucht die Stiftung nach einem Weg, um die Arbeit an Thunderbird wieder effizienter zu machen und hat dazu drei Vorschläge unterbreitet.

Als eine Option schlägt die Präsidentin der Mozilla-Stiftung, Mitchell Baker, vor, dass für Thunderbird eine eigene Stiftung analog zur Mozilla-Stiftung errichtet wird. Dies würde den Thunderbird-Machern die größte Unabhängigkeit garantieren, ist aber auch mit Nachteilen verbunden. Baker betont, dass der Aufbau einer solchen Stiftung sehr komplex sei und viel Zeit sowie Kraft erfordere.

Sie bezweifelt, dass dies von dem kleinen Thunderbird-Team geleistet werden kann, weil sich dieses eben vor allem um die weitere Entwicklung der Software kümmern wolle und an bürokratischer Arbeit wenige Interesse hat. Sie bräuchten dafür nach Einschätzung von Baker Unterstützung von erfahrenen Wirtschaftsfachleuten. Der Aufbau einer eigenen Stiftung könnte jedoch hilfreich sein, um Einnahmen zu verwalten, die durch Thunderbird anfallen können. Dies könnte dann ähnlich laufen, wie es bei Firefox der Fall ist.

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Als zweite Möglichkeit schlägt Baker vor, Thunderbird in eine Tochtergesellschaft der Mozilla-Stiftung auszulagern. Dies verursacht einen geringeren organisatorischen Aufwand, obwohl auch hier eine neue Firma gegründet wird. Die Mozilla-Stiftung wäre weiterhin in die Arbeit an Thunderbird eingebunden und das Thunderbird-Team müsste weiterhin darauf achten, dass sich nicht alle Aufmerksamkeit der Stiftung auf Firefox konzentriert. Damit wäre man also bei dem gleichen Problem, wie es derzeit akut ist.

Die dritte Option sieht vor, dass Thunderbird zum Community-Projekt wird, wie es etwa bei SeaMonkey oder Camino der Fall ist. Parallel dazu würde ein eigenständiges Beratungsunternehmen benötigt, das vom Thunderbird-Team aufgebaut wird, um die Entwicklungsarbeit weiterführen und sich um die Belange der Anwender kümmern zu können. Diesen Weg haben viele andere Open-Source-Projekte eingeschlagen, da es einfacher und effektiver umzusetzen ist, als die Variante einer Stiftung.

Die Mozilla-Stiftung ruft alle Thunderbird-Interessierten zur Debatte darüber auf, welche Lösung für die Thunderbird-Zukunft der beste Weg ist. Dabei werden auch Mitstreiter gesucht, die das Thunderbird-Team bei ihrer weiteren Arbeit unterstützen.

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reQuiem 24. Dez 2008

Sylpheed und Sylpheed Claws!

oiu 05. Sep 2007

Das Gegenteil ist der Fall - Opera hat von Haus aus einen Werbefilter, FF eben nicht...

Captain 28. Jul 2007

Du sprichst mir aus der Seele ;-), vorher hatten wir Outlook...

Captain 26. Jul 2007

Was ist denn an der 1.5er besser?



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