Stackless Python soll Eve Online schneller machen
Das Online-Rollenspiel Eve Online nutzt sowohl beim Server als auch beim Client Stackless Python für die Spiellogik. Der größte Vorteil von Stackless Python(öffnet im neuen Fenster) ist die Möglichkeit eine sehr hohe Anzahl ("hundreds of thousands") von kleinen Aufgaben ablaufen zu lassen, die so genannten "Tasklets".
Damit kann der nicht mehr ganz so kleine isländische Entwickler die zahlreichen Transaktionen abwickeln die derzeit von fast 35.000 Piloten (von etwa 200.000 Abonnements) im selben Universum gleichzeitig anfallen können. Damit ist Eve Online eines der größten Spiele-Universen überhaupt, nur die Anzahl der Abonnenten bleibt sehr deutlich hinter dem Marktführer Blizzard zurück, der erst kürzlich die 9 Millionengrenze knacken konnte.
Mit dem neuen Patch Revelations 2.1 nutzt Eve Online nun Python 2.5 mit Stackless 3.1 und verspricht eine effizientere Nutzung der CPU-Ressourcen, weniger Speicherverbrauch und damit verbundene bessere Reaktionen bei der Server-Client-Kommunikation. Christian Tismer, der Schöpfer von Stackless Python verspricht: "Häufig verwendete Operationen werden bis zu 10mal schneller ausgeführt als bei den vorherigen Versionen.". Gleichzeitig schafft der Wechsel auf die neue Version die Basis für zukünftige Updates von Stackless Python und nutzt Verbesserungen von Visual Studio 2005, wie ein Devblog-Eintrag(öffnet im neuen Fenster) erklärt.
Tatsächlich ist das Spiel durch die neue Version von Stackless Python schneller geworden, dies macht sich auf langsamen Rechnern naturgemäß stärker bemerkbar – Eve Online ist derzeit sehr CPU-lastig. Auch Solarsysteme mit viel kommerziellem Verkehr im Markt (Jita, von den Spielern auch gerne "Jitaaargh" genannt) profitierten von dem Update. Insbesondere Jita bleibt jedoch zu Stoßzeiten unerträglich, hier hilft kein Update mehr, vielmehr braucht es Änderungen im Spieldesign um die Spieler davon abzuhalten ein einziges von tausenden Systemen ganz besonders stark zu nutzen.
Derzeit leidet Eve Online an typischen "Patchtag"-Symptomen ("Never play on Patchday – Spiele niemals an einem Patchtag"): Der Cluster stürzt mit Datenbankproblemen am Abend gleich mehrfach ab und setzt größeren Flottenmanövern oder Missionen ein jähes Ende. Zudem gab es Anfangs im Client noch ein Speicherleck, welches den Spieler zu häufigen Neustarts zwang, mittlerweile aber geschlossen wurde.
Der nächste Geschwindigkeitsschub für das immer noch wachsende und kleine Online-Rollenspiel Eve Online ist wohl mit dem neuen Grafikunterbau zu erwarten, der voraussichtlich mit der Erweiterung Revelations 3 noch dieses Jahr kommen wird. Die neue Grafik-Engine verspricht effizienter mit den Möglichkeiten der Grafikkarten umzugehen – einige Aufgaben die derzeit der CPU zugewiesen sind, werden auf die Grafikkarte verlagert – und die Weiten des Weltraums etwas beeindruckender zu gestalten.
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