Künstliche Intelligenz: Mensch besiegt Computer beim Pokern
Beim Pokern sorgen Strategie, Merkfähigkeit und eine Portion Glück für den Sieg. Ein ideales Tummelfeld, um die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz zu testen. Die American Association for the Advancement of Artificial Intelligence (AAAI) lud hierzu die zwei Profi-Pokerspieler, Phil Laak und Ali Esmali ein, gegen das Computerprogramm Polaris Poker der University of Alberta zu spielen. Es galten die Regeln der Poker-Variante "Texas Holdem". Gespielt wurden vier Runden, als Siegprämie gab es jeweils 5.000,- US-Dollar.
Pro Runde haben die echten Spieler 500 Blatt gegen Polaris ausgespielt. Die Karten, die der menschliche Spieler in dem einen Spiel hatte, bekam der Computer im zweiten und umgekehrt. Das Ergebnis einer Runde hat sich aus der Gesamtpunktzahl beider Spieler bzw. der beiden Computer ergeben. Durch dieses Vorgehen wollten die Wissenschaftler das Glücks-Element reduzieren, so dass vor allem die Spiel-Intelligenz entscheidenden Einfluss über Sieg oder Niederlage ausüben sollte.
Das Spiel wurde vor Publikum ausgetragen, die Profi-Pokerspieler waren aufgefordert, ihre strategischen Gedanken laut zu äußern. Damit erhofften sich die Forscher Aufschlüsse über die Verarbeitung unvollständiger Informationen im menschlichen Hirn. Letzten Endes scheinen Menschen diese Lücke in den Informationen derzeit besser verarbeiten zu können: Jedenfalls siegten bei diesem Turnier die beiden menschlichen US-Profis.