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Sun-Manager wirft Microsoft Patent-Terrorismus vor

Drohgebärden verhindern Innovation. Ein Sun-Manager hat das Verhalten von Microsoft gegenüber der Open-Source-Gemeinschaft als "Patent-Terrorismus" bezeichnet. Dies ginge gegen den Geist der Innovation bei Software und niemand wolle eine Situation in der er sich Gedanken machen müsse, ob er eine Software verwenden kann ohne Angst vor Patenklagen haben zu müssen, sagte er weiter.
/ Julius Stiebert
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Microsofts Taktik würde an den Kalten Krieg erinnern, sagte James Eagleton von Sun, gegenüber ZDNet(öffnet im neuen Fenster) . Damit zielt er auf die von Microsoft in den letzten Monaten geschlossenen Abkommen mit Novell, Xandros und Linspire ab. Diese enthalten das Versprechen der Redmonder, auf Patentklagen gegen die Nutzer dieser Linux-Distributionen zu verzichten. Was derzeit passiere, könne als "Patent-Terrorismus" bezeichnet werden, so Eagleton.

Mit Patentklagen zu drohen sei schlecht für den Geist der Innovation, der im Software- und speziell im Betriebssystemgeschäft vorhanden sei. Niemand wolle eine Situation, in der er sich vor dem Einsatz von Open-Source-Software Gedanken machen müsse, ob er damit das Risiko von Patentklagen eingehe. Erst im Mai 2007 hatte Microsoft behauptet, 235 seiner Patente würden durch freie Software verletzt .

Sun und auch IBM agieren nach Eagletons Ansicht viel angenehmer. Die Freigabe von OpenSolaris unter der Common Development and Distribution License etwa schütze Anwender vor Patentklagen. IBM hat erst vor wenigen Tagen 150 Patente zur freien Verfügung veröffentlicht.


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