Warenwert 2 Mrd. US-Dollar: Softwarefälscher aufgeflogen
Die Razzien und 25 Festnahmen des chinesischen "Public Security Bureau" (PSB) fanden über mehrere Wochen statt. Geholfen haben sollen den chinesischen Behörden dabei Informationen des FBI in Los Angeles und Microsoft selbst. Neben der Software wurden auch die entsprechenden Verpackungen und Echtheits-Zertifikate kopiert.
Die Ermittler konnten zahlreiche Produktionsstraßen ausfindig machen, die bei der CD-Pressung und den sonstigen Fälschungen beteiligt waren. Vertrieben wurde die Software offensichtlich weltweit. Die Fälschungen wurden in 27 Ländern auf fünf Kontinenten gefunden. Zu den gefälschten Produkten zählten Windows XP, Windows Vista, Windows Server, Office 2003 und Office 2007. Die Fälscher waren für die Globalisierung gerüstet – die Softwarepakete wurden in Kroatisch, Deutsch, Englisch, Holländisch, Italienisch, Koreanisch, Chinesisch und Spanisch produziert.
Im Rahmen der vorausgegangenen mehrjährigen Ermittlungen ließen sich die Spuren von 55.000 Fälschungen auf das gleiche Syndikat in Südchina zurückführen. Die Plagiate wurden beispielsweise bei Testkäufen, bei Nachfragen von verunsicherten Kunden und bei Durchsuchungen gefunden. Man schätzt, dass lediglich ein Prozent der nachgeahmten Produkte so aus dem Verkehr gezogen werden konnten.
Die China-Kopien wurden nach Europa, den Nahen Osten, Asien, Australien, in die USA und nach Kanada verkauft.
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