Intel halbiert Preis für kleinsten Quad-Core

Zusätzlich neues Einstiegsmodell des Core 2 Duo

Zum vergangenen Sonntag, den 22. Juli 2007, hat Intel seine bereits erwarteten Preissenkungen, die im Handel bereits vollzogen waren, nun offiziell bestätigt. Neben der Halbierung des Preises für den langsamsten Quad-Core-Prozessor Q6600 taucht nun in der Preisliste auch ein neues Dual-Core-Modell der Serie E4000 auf.

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Mit den nun gültigen Preisen hat Intel sein Portfolio wieder etwas entzerrt, denn unter den offiziell lieferbaren CPUs mit Core-Architektur tummeln sich inzwischen schon 19 Modelle. Die Vielfalt liegt am langsamen Umstieg auf einen effektiven FSB-Takt von 1.333 MHz, wie ihn mit Intels Segen nur die neuen Chipsätze der 3er-Serie bieten. Manche Hersteller, wie etwa Gigabyte, geben den höheren FSB-Takt aber auch für ältere Mainboards auf ihr eigenes Risiko frei.

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So finden sich in Intels Preisliste jetzt zahlreiche Prozessoren mit sehr ähnlichem internem Takt wie beispielsweise die Quad-Cores QX6850 und QX6800 (3,0 und 2,93 GHz), die sich jedoch wie in diesem Beispiel durch FSB1333 und FSB1066 in der Leistung unterscheiden. Diese Dopplungen kosten bei Intel stets das gleiche, bei den beiden genannten Extreme-Prozessoren sind es 999,- US-Dollar. Noch teurere Desktop-CPUs hat Intel nicht mehr in Angebot, der fast klassische Preis der Extreme-Prozessoren von 1000 minus einem US-Dollar wird jedoch auch angewandt, wo es kaum sinnvoll ist. Der QX6700, Intels kleinster vierkerniger Extremist, kostet ebenfalls 999,- US-Dollar für 2,66 GHz.

Einen so schnellen Quad-Core gibt es jetzt aber auch als Q6600 - er heißt dann "Core 2 Quad" - für 266,- US-Dollar gegenüber vorher 530,- US-Dollar. Der Extreme-Prozessor bringt als einzigen Vorteil einen frei einstellbaren Multiplikator, doch dafür wird kaum jemand den knapp vierfachen Preis zahlen. Den Q6660 drückt Intel damit als Quad-Core-Einstiegsdroge in die Prozessor-Mittelklasse, noch bevor AMD die ersten Quad-Cores liefern kann. Noch ist die Zahl der wirklich von vier Kernen profitierenden Desktop-Anwendungen zwar sehr gering, aber bei langfristigen Investitionen kann durch den neuen Preis des Q6600 ein Vierzylinder schon in Betracht gezogen werden.

Intels Dual-Core-Prozessoren alias Core 2 Duo bleiben vorerst im Preis unverändert - sie haben auch mit Preisen ab 266,- US-Dollar für 3 GHz beim E6850 (FSB1333) bereits ein recht niedriges Niveau erreicht. Auch hier ist Intels Preisliste aber verwirrend, denn der E6700 (FSB1066) als früheres Top-Modell unterhalb der Extreme-Serie kostet bei 2,66 GHz noch immer 316,- US-Dollar. Einen Neuzugang gibt es bei der Serie E4000, die bei Übertaktern recht beliebt ist, und auch bei Lowcost-Rechnern wie dem letzten Aldi-PC häufig zum Einsatz kommt. Für Einkaufspreise von aktuell 113,- US-Dollar (E4300, E4400) können PC-Hersteller mit der von Intel massiv beworbenen Marke "Core 2 Duo" glänzen. Das klappt nun auch mit einer CPU über 2 GHz, denn der neue E4500 (133,- US-Dollar) bringt es auf 2,2 GHz. Gegenüber größeren Core 2 Duos ist der Cache jedoch auf 2 MByte begrenzt, der FSB ist nominal 800 MHz schnell - hier setzen die Übertakter jedoch häufig den Hebel an.

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Alle genannten Preise beziehen sich auf 1.000er-Stückzahlen für PC-Hersteller und Wiederverlkäufer und sind damit als Kenngrößen zu verstehen - die Preise im deutschen Einzelhandel weichen unter anderem durch verschiedene Vertriebswege oft stark von den offiziellen Preisen ab.

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