Microsoft will bei Datenschutz punkten
Fortan wird Microsoft nach eigener Aussage alle bei Nutzung von Windows-Live-Suchanfragen anfallenden Daten nach 18 Monaten anonymisieren. Aus einer gespeicherten Suchanfrage werden alle Cookie-Daten, die IP-Adresse sowie andere Daten zur Nutzeridentifikation anonymisiert. Die Speicherdauer wird nur verlängert, wenn der Nutzer dies ausdrücklich wünscht. Damit sind die Suchergebnisse aber noch nicht gelöscht und können weiter von Microsoft verwendet werden.
Außerdem will Microsoft dem Nutzer mehr Kontrollmöglichkeiten an die Hand geben, um selbst zu bestimmen, was mit den gespeicherten Suchdaten passieren soll. Wie diese Werkzeuge ausfallen werden und wann diese Neuerung verfügbar sein wird, ist nicht im Detail bekannt. Nutzer sollen dann aber auch Suchanfragen tätigen können, ohne dass persönliche Daten gespeichert werden, verspricht der Konzern.
Für eine höhere Sicherheit will Microsoft Suchanfragen außerdem künftig unabhängig von den Kontodaten der Windows-Live-Dienste speichern. Sollte es zu einem Einbruch auf einem Server kommen, könnten die gespeicherten Suchergebnisse weniger leicht einer bestimmten Person zugeordnet werden.
Ende des Jahres will Microsoft der Network Advertising Initiative (NAI) beitreten, in der sich Firmen um Datenschutzbelange kümmern. Zugleich hat Microsoft zusammen mit Ask.com andere Firmen aufgefordert, mehr für den Datenschutz zu tun. Erst kürzlich hatte Ask.com mit AskEraser ein Werkzeug in Aussicht gestellt, mit dem Nutzer die gespeicherten Suchergebnisse löschen können.
Mitte Juli 2007 hatte Google auf Druck von EU-Datenschützern neue Datenschutzregeln bekannt gegeben. Demnach speichert Google Cookie-Daten fortan nur noch zwei Jahre. Zuvor waren die Einstellungen so, dass Cookies erst im Jahr 2038 gelöscht wurden.
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