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Suchmaschine mit Datenschutz

Ask.com lässt Nutzer Suchgeschichte löschen. Im Kampf um die Aufmerksamkeit der Internet-Bevölkerung setzen die Betreiber der Suchmaschine Ask.com ein deutliches Zeichen für den Datenschutz. Ein neues Werkzeug namens AskEraser soll Ask.com-Nutzer ihre Suchgeschichte löschen lassen.
/ Jens Ihlenfeld
9 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

IAC Search & Media, Betreiber der Internet-Suchmaschine Ask.com(öffnet im neuen Fenster), hat eine Initiative zum Schutz der Privatsphäre angekündigt. Ask.com-Nutzer erhalten in Zukunft die Möglichkeit, ihre auf den Servern der Suchmaschine gespeicherte Suchgeschichte auf Knopfdruck zu löschen. Dazu stellt Ask.com die Funktion AskEraser bereit. Mit AskEraser kann der Anwender entscheiden, ob seine Suchanfrage nach erfolgter Suche automatisch entfernt werden soll.

Zur Vorstellung von AskEraser erklärte Jim Lanzone, CEO von Ask.com: "AskEraser ist eine großartige Lösung für alle, die mehr Privatsphäre bei der Internetsuche wollen. Anonyme Nutzerdaten können beim Ausbau von Suchprodukten sehr hilfreich sein und wir bemühen uns um vollständige Transparenz bei der Nutzung solcher Daten. Aber wir haben auch verstanden, dass das manchen nicht genügt. Sie suchen nach neuen Werkzeugen, um ihre Privatsphäre besser zu schützen und wir von Ask.com unterstützen sie dabei aktiv."

Mit AskEraser geht Ask.com einen großen Schritt weiter als der deutlich größere Konkurrent Google. Google hatte vor einigen Tagen angekündigt, die Lebensdauer seiner Cookies auf zwei Jahre nach der letzten Suche verkürzen zu wollen. Zugleich sollen Suchanfragen nach 18 Monaten automatisch anonymisiert werden. In diesem Aspekt wird Ask.com mit Google gleichziehen und die Verbindung von Suchanfragen und IP-Adressen ebenfalls nach 18 Monaten löschen.

Die Entwicklung von AskEraser fand mit Unterstützung von Datenschutzexperten vom Center for Democracy & Technology(öffnet im neuen Fenster) (CDT) statt(öffnet im neuen Fenster). Die Electronic Frontier Foundation begrüßte die Ankündigung von AskEraser. "Es ist gut, wenn die Verbraucher im Hinblick auf den Umgang von Suchmaschinen mit ihren persönlichen Daten die Wahl haben", erklärte EFF-Sprecherin Rebecca Jeschke gegenüber TechNewsWorld.com(öffnet im neuen Fenster).

Die Einführung in den USA und Großbritannien wurde für Ende 2007 angekündigt. Bis Ende 2008 soll der neue Datenschutz dann weltweit verfügbar sein. [von Robert A. Gehring]


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