Abo
  • Services:

Harry-Potter-Kopierer mit Kamera-Metadaten ermittelbar?

Canon stellt Fahndungserfolg in Aussicht

Verlag und Autorin waren schockiert und kündigten rechtliche Schritte an, als eine abfotografierte Version des siebten Harry-Potter-Bandes ("Harry Potter and the Deathly Hallows") der Erfolgsreihe vorab schon im Internet zu finden waren. Wer die Bilder machte, ist nicht bekannt. Nun will sich ein Kamera-Hersteller mit forensischen Mitteln an der Jagd auf den Schwarzkopierer beteiligen.

Artikel veröffentlicht am ,

Canon EOS 350D
Canon EOS 350D
Nach einem Bericht der britischen "The Times" fand sich in den Metadaten der Repro-Fotos der Name des Kamera-Modells und dessen Hersteller. Das Exchangeable Image File Format (EXIF) ist in den Bildern der Kameras enthalten - seien es nun JPEG-, TIFF- oder Rohformate. Unter anderem befinden sich Informationen zum Kamera-Modell, zum Aufnahmedatum und diversen fotografischen Parametern in diesen Datenfeldern. Auch die Seriennummer der Spiegelreflexkamera, bei der es sich dem Bericht nach um Canons Rebel 350 handelt, ist nach Herstellerangaben dort zu finden. Hierzulande ist die Kamera als EOS 350D bekannt.

Stellenmarkt
  1. über eTec Consult GmbH, Region Frankfurt, Offenbach, Hanau
  2. über duerenhoff GmbH, Köln

Canon geht davon aus, dass das Modell in Amerika verkauft wurde. Natürlich ist keine direkte Verbindung zwischen Seriennummer, Eigentümer und Fotograf des Harry-Potter-Bandes daraus ableitbar. Doch könnte die Seriennummer einer Person zugeordnet werden, die die Kamera beispielsweise mit Kreditkarte kaufte, sie zur Reinigung oder Reparatur einschickte oder nach dem Kauf schlicht bei Canon registrierte. Auf dieser Basis könnten dann weitere Ermittlungen aufgenommen werden, um den Täter weiter einzukreisen, beispielsweise über ISP-Verbindungsdaten zu Tauschbörsen.

Die EXIF-Daten und weitere Informationen, die z.B. von Bildbearbeitungsprogramen in den Dateien abgelegt werden, lassen sich mit geeigneter Software (bspw. XNview) leicht löschen oder gar verfälschen. Aber auch weitere Spuren, die direkt im Bild zu finden sind, könnten den Beweis erbringen, dass die Bilder aus einer bestimmten Kamera stammen, wenn man das Gerät erst einmal gefunden hat: Bei praktisch allen Sensoren gibt es sogenannte Hot-Pixel, Bildpunkte, die durch Fertigungsfehler hell hervorstechen. Deren Position ist zufallsabhängig aber spezifisch für die Kamera.

Ob es derartige Mühen allerdings wert sind, den Fotografen zu ermitteln, ist eine andere Frage. Ihn erwartet nach dem Bericht der Times kein straf- sondern "nur" ein zivilrechtliches Verfahren.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. The Revenant, Spider-Man Homecoming, Jurassic World)
  2. (aktuell u. a. Intel NUC Kit 299€, ASUS ROG MAXIMUS XI HERO (WiFI) Call of Duty Black Ops 4...
  3. 3,79€
  4. (u. a. Shadow of the Tomb Raider Croft Edition 39,99€)

Dreckskopie 06. Aug 2007

na dann geh mal hinaus und gib jedem einen arschtritt der dir wirklich was klaut, da...

Captain 23. Jul 2007

das mit dem erheblichen Schaden bezweifel ich, wer das Buch haben will, der kauft es...

jug 23. Jul 2007

Warum sollte er denn nicht steben? Das sollte ja der letzte Band werden. Und wenn HP...

someone 23. Jul 2007

Nichts für ungut aber das finde ich weit hergeholt... das Bildrauschen ist ja bekannterma...

spaceball 23. Jul 2007

DER ultimative Beweggrund wieder auf die gute alte herkömmliche Kleinbildfotografie zu...


Folgen Sie uns
       


Cocktailmixer Hector 9000 ausprobiert

Wie funktioniert ein Cocktail-Mixer aus dem 3D-Drucker? Wir haben uns den Hector 9000 des Chaostreffs Recklinghausen mal vorführen lassen und ein bisschen nachgebaut.

Cocktailmixer Hector 9000 ausprobiert Video aufrufen
Asana-Gründer im Gespräch: Die Konkurrenz wird es schwer haben, zu uns aufzuschließen
Asana-Gründer im Gespräch
"Die Konkurrenz wird es schwer haben, zu uns aufzuschließen"

Asana ist aktuell recht erfolgreich im Bereich Business-Software - zahlreiche große Unternehmen arbeiten mit der Organisationssuite. Für Mitgründer Justin Rosenstein geht es aber nicht nur ums Geld, sondern auch um die Unternehmenskultur - nicht nur bei Asana selbst.
Ein Interview von Tobias Költzsch


    Android-Smartphone: 10 Jahre in die Vergangenheit in 5 Tagen
    Android-Smartphone
    10 Jahre in die Vergangenheit in 5 Tagen

    Android ist erst zehn Jahre alt, doch die ersten Geräte damit sind schon Technikgeschichte. Wir haben uns mit einem Nexus One in die Zeit zurückversetzt, als Mobiltelefone noch Handys hießen und Nachrichten noch Bällchen zum Leuchten brachten.
    Ein Erfahrungsbericht von Martin Wolf

    1. Android Q Google will den Zurück-Button abschaffen
    2. Sicherheitspatches Android lässt sich per PNG-Datei übernehmen
    3. Google Auf dem Weg zu reinen 64-Bit-Android-Apps

    Elektromobilität: Der Umweltbonus ist gescheitert
    Elektromobilität
    Der Umweltbonus ist gescheitert

    Trotz eines spürbaren Anstiegs zum Jahresbeginn kann man den Umweltbonus als gescheitert bezeichnen. Bislang wurden weniger als 100.000 Elektroautos gefördert. Wenn der Bonus Ende Juni ausläuft, sind noch immer einige Millionen Euro vorhanden. Die Fraktion der Grünen will stattdessen Anreize über die Kfz-Steuer schaffen.
    Eine Analyse von Dirk Kunde

    1. NXT Rage Elektromotorrad mit Kohlefaser-Monocoque vorgestellt
    2. Elektrokleinstfahrzeuge Verkehrsminister Scheuer will E-Scooter zulassen
    3. Urteil Lärm-Tempolimits gelten auch für Elektroautos

      •  /