PC-Durchsuchung: Sicherheitsfirmen nicht dabei (Update)

Bislang keine Anfragen von Regierungsstellen bekannt

Namhafte Anbieter von Anti-Spyware würden staatlichen Ermittlungsbehörden bei der Durchsuchung von Computern nicht helfen, selbst wenn sie sie dazu aufgefordert würden. Die IT-Sicherheitsfirmen würden auch Spionage-Software erkennen, wenn diese von staatlicher Seite stammen, wie eine Umfrage ergab.

Artikel veröffentlicht am ,

Das US-amerikanische Computermagazin CNet.com hat führende Anbieter von IT-Sicherheitslösungen befragt, ob diese staatliche Strafverfolger in den USA unterstützen würden, falls diese mit Hilfe von Spyware Rechner über das Internet ausspionieren wollen. Viele bedeutende Firmen beantworteten diese Frage negativ und würden entsprechende Angriffe melden.

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In der Befragung verweigerten Microsoft und McAfee einen Kommentar dazu, ob Regierungsstellen bereits mit einer solchen Aufforderung an die Firmen herangetreten sind. Die Mehrzahl der befragten Unternehmen verneinten dies. An der Umfrage nahmen unter anderem Symantec, Trend Micro, Sophos, Kaspersky, IBM, Computer Associates (CA), Websense, Check Point und eEye teil.

In Deutschland plant der Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) Online-Durchsuchungen, um den Rechtsstaat zu sichern. Er will damit vor allem Jagd auf Terroristen machen, indem Strafverfolger Internet-PCs mit Hilfe von Spionage-Software ausspähen. Mit Hilfe passender Schutzsoftware ließen sich solche Eingriffe abwehren. Datenschutzrechtlich ist dieses Vorhaben sehr umstritten. Als Protest haben die Grünen soeben eine Webseite mit dem Titel www.schnueffel-schaeuble.de gestartet, um gegen diese Pläne zu protestieren.

Netzpolitik.org hat mit seiner Aktion "Stasi 2.0" bereits 11.000 Euro für den Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung gesammelt. Diese Aktion wendet sich unter anderem auch gegen Online-Durchsuchungen durch staatliche Stellen.

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Korrektur vom 20. Juli 2007 um 9:55 Uhr:
Leider wies die erste Fassung des Artikels einen Fehler auf. Aufgrund eines Missverständnisses hieß es zunächst, dass Sicherheitsfirmen staatliche Stellen unterstützen würden, um Spyware von Ermittlungsbehörden nicht mehr zu melden. Tatsächlich ist es aber genau umgekehrt: Die befragten Sicherheitsfirmen würden mit ihren Produkten staatliche Spyware in jedem Fall melden, so dass entsprechende Angriffe abgewehrt oder erkannt werden können. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

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ThadMiller 23. Jul 2007

Leider? I....!!!

Hans K. 20. Jul 2007

Denen ist wohl noch rechtzeitig klar geworden, dass sie damit viele Kunden auf Open...

Trios 20. Jul 2007

mal unbeachtet deiner doch recht gewöhnungsbedürftigen verbalen Artikulation würde ich...

Witzbold 20. Jul 2007

Das könnte natürlich auch sein. "Durchreichen" ohne zu prüfen, ob es stimmt. Also doch...



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