Japan: Wii lässt PS 3 und Xbox 360 weit hinter sich
Erfolg hat Nintendo auch weiterhin bei den Spielehandhelds: Seit Marktstart wurden über 18 Millionen Nintendo DS in Japan verkauft – darauf würden laut Famitsu(öffnet im neuen Fenster) fast 6,5 Millionen Stück auf das alte DS entfallen und knapp 11,65 Millionen auf das neuere und schlankere Nintendo DS Lite.
Den über 3 Millionen verkauften Wii stehen Famitsu zufolge(öffnet im neuen Fenster) 1,01 Millionen PlayStation 3 (PS3) gegenüber – dabei sind beide Konsolen fast zeitgleich in ihrem Heimatland Japan gestartet; die PS3 am 11. November 2006 und die Wii am 2. Dezember 2006. Die in Japan nur langsam Fuß fassende Xbox 360 konnte trotz ihres Vorsprungs – sie ist seit Dezember 2005 und damit ein Jahr länger erhältlich – bis zum 8. Juli 2007 lediglich 420.705 mal in Japan verkauft werden.
Im ersten Halbjahr 2007 konnte Nintendo rund 1,78 Million Wii in Japan absetzen. Im gleichen Zeitraum konnten Sony etwa 504.000 PS3 und Microsoft knapp 122.600 Geräte verkaufen. Am Wii-Erfolg dürfte vor allem der niedrigere Einstiegspreis, das ungewöhnliche Bedienkonzept und Nintendos Geschick bei der Ausweitung der Zielgruppe um Nichtspieler beteiligt sein.
Mit ebenfalls ungewöhnlichen Spielen konnte Nintendo in Japan und dem Rest der Welt zudem besser auf sich aufmerksam machen. Bei Sony Computer Entertainment zeigt man sich dennoch zuversichtlich, mit der PS3 – wie auch bei der PS2 – wieder in Führung gehen zu können. Microsofts scheidender Xbox-Chef Peter Moore fällt unterdessen mit markigen Sprüchen auf: Gegenüber GameDaily Biz(öffnet im neuen Fenster) gab er an, dass Sony sich mehr Sorgen machen müsse als Microsoft, wenn es um Konsolen-Marktanteile in Japan geht. Moore sieht Sonys Plan in Japan angesichts des Wii-Erfolgs "zerbröseln".
Laut der britischen Tageszeitung Times ist die Wii mittlerweile so erfolgreich, dass japanische Fernsehsender die Auswirkungen zu spüren bekommen(öffnet im neuen Fenster): Zur besten Sendezeit sind plötzlich Videospiele attraktiver als das Fernsehprogramm. Und dabei beteiligten sich auch die Fernsehsender am Hype um die Wii – die Auswirkungen bekommen sie nun offenbar zu spüren.
Auch auf Partnerschaften kann sich der exzessive Wii-Konsum auswirken – eine irische Redakteurin hat jedoch am Beispiel ihres Freundes eine Methode beschrieben, um den Wii-Trieb für sich auszunutzen(öffnet im neuen Fenster) und wenigstens noch etwas Aufmerksamkeit zu bekommen. Vielleicht ist ihr "Belohnungsmodell" ja auch für Computer- und Videospiel-geschädigte Partnerschaften geeignet, die ähnliche Vernachlässigungsprobleme aufweisen...
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