Abo
  • IT-Karriere:

Xen kommt in den Linux-Kernel

Erste Teile in Linux 2.6.23 integriert

Es ist geschafft: Nach langen Bemühungen sind zumindest erste Teile der freien Virtualisierungslösung Xen in den Linux-Kernel gelangt. Allerdings nicht der Hypervisor selbst, sondern nur direkte Unterstützung um als Gast unter Xen zu laufen. Zusätzlich wurde auch die schon länger integrierte Virtualisierungssoftware KVM erweitert.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Der ursprünglich an der Universität Cambridge entwickelte Hypervisor Xen buhlt schon lange um die Integration in den offiziellen Linux-Kernel. Bereits Anfang 2005 stellte dann auch Andrew Morton, der zusammen mit Linus Torvalds die Entwicklung von Linux 2.6 leitet, in Aussicht, den Quellcode des Projektes schon bald aufzunehmen. Er hätte dies schon früher getan, doch der Quelltext müsse noch weiter "aufpoliert" werden, dann könne Xen aber in etwa vier Wochen in den Kernel gelangen, so Morton im Februar 2005.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Berlin-Tempelhof
  2. RUAG Defence Deutschland GmbH, Wedel bei Hamburg

Doch so schnell sollte es bei weitem nicht gehen, obwohl sich Red Hat im Herbst 2005 ebenfalls Xen annahm. Ein eigenes Team von Programmierern sollte den Quelltext soweit bearbeiten, dass Xen bereit für die Aufnahme in den Kernel sei.

Auf dem LinuxTag 2006 lag Andrew Morton dann nicht mehr so falsch: Xen käme auf jeden Fall innerhalb des nächsten Jahres in den Kernel, erzählte er damals Golem.de, monierte aber auch, dass die Xen-Entwickler nicht genügend Ressourcen in die notwendigen Anpassungen gesteckt hätten.

Nun hat es zumindest ein erster Teil der Virtualisierungstechnik geschafft: Linus Torvalds nahm verschiedene Patches auf, die nun Teil des zu Linux 2.6.23 führenden Entwicklungszweiges sind. Noch ist dies aber wirklich nur ein Anfang, denn Linux lässt sich damit künftig direkt als Gastsystem in einer unpriviligierten Domäne (bei Xen "DomU" genannt) laufen. Diese dürfen nicht direkt auf die Hardware zugreifen. Die Domäne 0 (Dom0) hingegen - die den unprivilegierten Domänen Speicherplatz und Ähnliches zur Verfügung stellt - lässt sich auch weiterhin nur einem angepassten Kernel einrichten. Wann diese Teile des Hypervisors auch aufgenommen werden, bleibt abzuwarten. Offensichtlich fehlen aber auch für die DomU-Funktionen noch einige Patches um alle in letzter Zeit in Xen umgesetzten Funktionen nutzen zu können.

Während lange Zeit über die Integration von Xen gesprochen wurde, überholte mit KVM ein anderer Virtualisierungsansatz den Hypervisor und wurde bereits mit dem Kernel 2.6.20 ausgeliefert. Vorausgesetzt der Kernel läuft auf einem Prozessor mit Intel-VT- oder AMD-V-Technik, können mit KVM direkt Gastsysteme gestartet werden - durch die Hardware-Unterstützung auch unmodifizierte Systeme wie Windows.

Und auch bei KVM steht die Entwicklung keinesfalls still: Ebenfalls in den aktuellen Linux-Entwicklungszweig aufgenommen wurden eine Reihe von Patches, mit denen den Gästen beispielsweise mehrere CPUs zur Verfügung gestellt werden können. Passend zu KVM sollte auch in absehbarer Zeit der kleine Hypervisor Lguest in den Kernel gelangen. In Andrew Mortons Merge-Plan für 2.6.23 war Lguest bereits enthalten.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 229,00€
  2. 51,99€
  3. (-79%) 12,50€
  4. 3,83€

Mickey22 20. Jul 2007

Es gab einen Ken.

VirtualMaster 19. Jul 2007

sagen wir mal: für dich als endnutzer machts gar keinen unterschied, da die ditributoren...

c++fan 19. Jul 2007

Wünschenswert wäre natürlich Dom0-Support. Im Moment ist es quasi unmöglich, sich schnell...

BSDDaemon 19. Jul 2007

KVM kann mit dem virt-manager verwaltet werden der auch Xen unterstützt. http://virt...


Folgen Sie uns
       


Ghost Recon Breakpoint Gameplay

Elitesoldaten auf einer Insel? Dabei kommt zumindest in Ghost Recon Breakpoint kein Urlaub heraus, sondern ein Kampf zwischen zwei letztlich gleich starken Fraktionen - unser Können entscheidet!

Ghost Recon Breakpoint Gameplay Video aufrufen
Acer Predator Thronos im Sit on: Der Nerd-Olymp
Acer Predator Thronos im Sit on
Der Nerd-Olymp

Ifa 2019 Ob wir es nun den eisernen Thron oder den Sitz der Götter nennen: Der Predator Thronos von Acer fällt auf dem Messestand des Herstellers schon auf. Golem.de konnte den skurrilen Stuhl ausprobieren. Er ist eines Gaming-Kellers würdig.
Ein Hands on von Oliver Nickel

  1. Nitro XV273X Acer baut ersten Monitor mit IPS-Panel und 240 Hz
  2. Acer Beim Predator-Notebook fährt die Tastatur wie eine Rampe aus
  3. Geräte für Mediengestalter Acer gibt Verfügbarkeit der Concept-D-Laptops bekannt

Langstreckentest im Audi E-Tron: 1.000 Meilen - wenig Säulen
Langstreckentest im Audi E-Tron
1.000 Meilen - wenig Säulen

Wie schlägt sich der Audi E-Tron auf einer 1.000-Meilen-Strecke durch zehn europäische Länder? Halten Elektroauto und Ladeinfrastruktur bereits, was die Hersteller versprechen?
Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

  1. Umfrage Kunden fühlen sich vor Elektroautokauf schlecht beraten
  2. Batterieprobleme Auslieferung des e.Go verzögert sich
  3. ID Charger VW bringt günstige Wallbox auf den Markt

E-Auto: Byton zeigt die Produktionsversion des M-Byte
E-Auto
Byton zeigt die Produktionsversion des M-Byte

IAA 2019 Die Premiere von Byton in Frankfurt ist überraschend. Da der M-Byte im kommenden Jahr in China startet, ist die Vorstellung des produktionsreifen Elektroautos in Deutschland etwas Besonderes.
Ein Bericht von Dirk Kunde


      •  /