Spiegel Online will Zeitgeschichte schreiben
Die Redaktion von einestages – so der vorläufige Projektname – soll Themen setzen, für die Homepage und für sorgfältig recherchierte, spannend aufbereitete Texte sorgen, die von Nutzern, Redakteuren und Experten verfasst werden sollen. Dafür sind Kooperationen mit Institutionen wie beispielsweise dem Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz, dem Filmarchiv der Deutschen Wochenschau, dem Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten (Körber-Stiftung) und dem Deutschen Auswandererhaus geplant.
Die Nutzer können dabei Texte, Bilder, Tondokumente und Videos zu Themen der Zeitgeschichte in das Portal einbringen und mit anderen Nutzern über alle veröffentlichten Themen und Dokumente diskutieren – über die 68er Revolte, den Deutschen Herbst oder die Geburtsstunde von Tokio Hotel. So soll ein kollektives Gedächtnis unserer Geschichte entstehen.
Noch ist nicht entschieden, unter welcher Lizenz die Texte des Projekts veröffentlicht werden. Derzeit seien verschiedene Varianten im Gespräch. Ob auch erwägt wird, die Inhalte unter eine freie Lizenz zu stellen, ist unklar.
In jedem Fall soll "einestages" kostenlos sein und die Inhalte dauerhaft frei zugänglich bleiben. Eine eigene Redaktion prüft jeden Beitrag vor der Veröffentlichung. Durch die Möglichkeit, ganz unterschiedliche Dokumente miteinander zu verknüpfen, soll einestages zu einem Netzwerk der Erinnerungen heranwachsen.
Was ein bisschen an Wikipedia erinnert, soll sich inhaltlich von der freien Enzyklopädie grundlegend unterscheiden. Es geht bei dem Spiegel-Projekt um lebendig erzählte Zeitgeschichte statt Lexikoneinträge.
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