Mass Effect erscheint im November - später auch für PC?
Obwohl in allen bisherigen Bildschirmfotos der Held von Mass Effect, Commander Shepard, immer gleich aussieht, wird man ihn im echten Spiel ausführlich selbst gestalten können. Und zwar nicht nur, was Haare, Gesichtsform und Statur anbelangt, sondern auch das Geschlecht. Und das bei einem Spiel, das gerade bei den Gesichtern eine wirklich unglaubliche Detailfülle darstellt, von den Stirnfalten bis zu den Bartstoppeln.

Zudem wird man sich in Mass Effect durch die wechselnde Ausrüstung verändern, verrät Greg Zeschuk: "Je nach Panzerung, Helm, getragener Waffe und so weiter sieht der Held genau so aus, wie es der Spieler möchte." Ausrüstungsgegenstände kann der Spieler mittels Modulen aufrüsten, so macht ein Cryo Module aus einer normalen eine Kälte-Pistole, die Gegner in schönster Duke-Nukem-3D-Manier einfriert, woraufhin man buchstäblich in Stücke schießen kann.
Die Spielzeit gibt Greg Zeschuk mit rund 30 Stunden an, wenn man streng der Storyline folgt. Und mit 60, wenn man auch die optionalen Planeten besucht und mit der Besatzung der Normandy im Laufe der Handlung Gespräche führt. Noch mehr Zeit kann mit Mass Effect verbringen, wer immer wieder im sogenannten Codex blättert. Das ist eine Online-Datenbank, deren Erklärungstexte zu Planeten, Völkern und Co. sehr witzig geschrieben sind: "Bis noch vor kurzem war die Haupttodesursache für einen Krogon, von einem Raubtier gefressen zu werden. Seit der plötzlichen Entdeckung von moderner Technik ist die Haupttodesursache für einen Krogon, von einem Gewehr niedergeschossen zu werden."

Ebenfalls spielbare Premiere hatte das "Mako" getaufte "All-Terrain-Vehicle", das nicht nur fahren und fliegen, sondern auch, vom Spieler gesteuert, kämpfen kann. Mit seinen mächtigen Laserstrahlen räumt man beispielsweise das Vorfeld eines Außenpostens leer, um dann – immer mit maximal drei Personen – im Inneren aufzuräumen. Bei den drei Charakteren ist Geheimagent ("Spectre") Shepard immer dabei, die anderen zwei rekrutieren sich aus vermutlich sieben Computer-Gefährte: den Menschen Ashley Williams, die weiß gekleidete Gunnery Sergeant und Kaiden Alenko, ein Undercover-Sentinel sowie den Aliens Urdnot Wrex (ein Krogan Battlemaster), Garrus Vakarian (ein Turian Agent), Liara T’Soni (Asari Magierin) und Tali’Zorah nar Rayya (eine Quarian Ingenieurin).
Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Greg Zeschuk zeigte eine Szene, bei der es zum Zerwürfnis zwischen Shepard und Wrex kommt. Nach einer Entscheidung des Spielers, den Vakarians zu helfen statt sie zu bedrohen, stürmt er wütend davon und ballert im Hintergrund wild mit seiner Waffe herum. Commander Shepard kann nun zu ihm gehen, um ihn wieder ins Team zurückzuholen. Mindestens einer der möglichen Ausgänge dieser Szene ist es, dass Wrex als Verräter erschossen wird, und fortan ein Platz in der Teamaufstellung leer bleibt!

Bis zu sechs Gesprächs- oder Aktions-Optionen gibt es in solchen interaktiven Zwischensequenzen, sodass kaum zwei Spieler genau dasselbe Spiel erleben dürften. Auf diese Vielfalt ist Greg Zeschuk besonders stolz – die Charaktere bestehen eben nicht nur aus zahlreichen Skills und den Attributen Präzision, Ausdauer, Koordination, Fokus und Gesundheit. Diese Tiefe in Verbindung mit der aufsehenserregenden Grafik, den taktischen Actionkämpfen und der großen Spielwelt vermitteln den Eindruck, dass aus Mass Effect eigentlich nur noch ein Hit werden kann. [von Jörg Langer(öffnet im neuen Fenster) ]
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