Nvidias Entwicklungswerkzeug CUDA erreicht Version 1.0

Programmierumgebung für Rechenanwendungen auf Grafikprozessoren

Nach neun Monaten im Beta-Stadium hat Nvidia nun seiner Entwicklungsumgebung "CUDA" die Versionsnummer 1.0 erteilt. Mit CUDA lassen sich Grafikprozessoren für gleitkommaintensive Berechnungen verwenden, die nicht der Bildausgabe dienen.

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Bereits im November 2006 hatte Nvidia CUDA (Compute Unified Device Architecture) erstmals vorgestellt, und trug damit dem Trend zu "GPGPUs" Rechnung. Die Grafikprozessoren (GPU), die mittlerweile theoretische Werte um 500 GFlops erreichen, werden durch diese Rechenleistung auch für allgemeine Aufgaben (General Purpose, GP) interessant.

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Nur mit Nvidia-GPUs läuft folglich auch CUDA. Die Umgebung besteht im Wesentlichen aus einem C-Compiler, der herkömmlichen Code an die bis zu 128 Recheneinheiten einer Nvidia-GPU verteilt. Dazu kommt noch ein besonderer Treiber für die Grafikarte, und schon lässt sich der Grafikprozessor als Rechenknecht für den Rest des PCs verwenden. Vor allem für FPU-intensive Anwendungen kann eine Nvidia-Grafikkarten damit als Beschleuniger eingesetzt werden.

Anwendungsbeispiele liefert Nvidia mit CUDA 1.0 natürlich auch mit, dazu gehören beispielsweise Algorithmen aus der Mathematik- und Finanzwelt wie die Monte-Carlo-Simulation, aber auch Bildbearbeitungsfunktionen wie einen Rauschfilter. Gegenüber früheren Beta-Versionen will Nvidia unter anderem den Datenaustausch des PC-Hauptspeicher mit dem lokalen Speicher der Grafikkarte verbessert haben.

CUDA ist weiterhin kostenlos per Download erhältlich, Programmierer müssen sich jedoch unter Angabe ihrer Arbeitsgebiete bei Nvidia registrieren. Unter den Windows-Betriebssystemen werden bisher nur die 32-Bit-Varianten von XP unterstützt, für einige Linux-Distributionen wie Redhat und Suse bietet Nvidia auch CUDA-Ausgaben in 64-Bit-Versionen an. Neben Grafikkarten im PC lassen sich mit CUDA auch die externen Beschleuniger-Einheiten der Tesla-Familie von Nvidia programmieren.

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