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Kingston kündigt DDR3-Speicher mit niedrigen Latenzen an

1-GByte-Module mit CL5 zu exorbitantem Preis. In den USA hat Kingston als einer der ersten Speicherhersteller DDR3-Module angekündigt, die Latenzzeiten von nur 5 Takten erreichen sollen. Die um rund ein Drittel geringeren Latenzen als bei den bisher verfügbaren Modulen lässt sich Kingston allerdings sehr teuer bezahlen.
/ Nico Ernst
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Die meisten der bisher verfügbaren DDR3-Speicher erreichen CAS-Latenzen (CL) von 9, manchmal auch 7 Takten. Das Modul " KHX11000D3UL" aus Kingstons Übertakter-Serie "HyperX" soll bei effektiv 1.375 MHz aber nur noch 5 Takte zur Erholung brauchen. Die keinem Standard entsprechende Frequenz kommt dabei bereits aus einer Übertaktung, spezifiziert sind bisher nur effektive Frequenzen von 800, 1.066 und 1.333 MHz für DDR3-Speicher. Auch der P35-Chipsatz aus Intels 3er-Serie, das bisher einzige DDR3-Getriebe, unterstützt offiziell nur 1.066 MHz für den neuen Speicher. Bei den meisten P35-Mainboards lässt sich aber der Speichertakt unabhängig vom FSB einstellen, so dass die nötigen Übertaktungen für schnellere DDR3-Module leicht erzielbar sind.

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Mit den neuen Kingston-Speichern könnte DDR3 endlich interessanter werden, da auch der nominal höhere Takt bisher durch die höheren Latenzen den theoretischen Leistungsvorteil wieder zunichte macht. Auch Standard-Module sind bei DDR-2 heute mit CL-Werten von 5 Takten zu haben, Übertakter-Speicher nach DDR2-800 kommen teilweise sogar auf CL-3.

Die schnellen DDR3-Module lässt sich Kingston fürstlich bezahlen. In den USA liegt der empfohlene Preis für ein einzelnes 1-GByte-Modul bei 400,- US-Dollar, das 2-GByte-Kit mit zwei Riegeln soll 800,- US-Dollar kosten. Damit sind die Speicher rund viermal so teuer wie Markenspeicher nach DDR2-800 bei gleicher Kapazität. Wie Kingston gegenüber Golem.de mitteilte, steht noch nicht fest, wann und zu welchem Preis die Speicher in Europa auf den Markt kommen.


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