Samsung macht mehr Umsatz, aber weniger Gewinn
Insgesamt erzielte Samsung Electronics bei einem Umsatz von 14,63 Billionen koreanischen Won einen Gewinn von 1,42 Billionen Won. Das entspricht 11,6 bzw. 1,12 Milliarden Euro. Damit steigerte sich der Umsatz zwar im Vergleich zum zweiten Quartal 2006 um 4 Prozent, der Gewinn sackte jedoch um 5 Prozent ab.
Vor allem bei den Halbleitern machte Samsung insgesamt 4 Prozent weniger Umsatz, mit Speicherchips sogar 7 Prozent weniger. Um 5 Prozent steigerte sich dagegen der Umsatz mit Handys. Samsung beklagt in seiner Erläuterung der Bilanz vor allem die geringen Preise für DRAMs und deren Überproduktion, bei Flash-Speichern seien die Preise aber durch anhaltenden Mangel auf dem Weltmarkt stabil. Damit meint der Halbleiter-Hersteller, dass sich pro Chip weiterhin gute Preise erzielen lassen - durch geringere Strukturbreiten steigt jedoch die Kapazität pro Chip, so dass die für den Kunden erreichbare Menge an Flash absolut gerechnet immer günstiger wird.
Bei den Handys sind die Preise laut Samsung auch noch gesund, die höheren Marketing-Kosten drücken jedoch die Gewinne. Für das laufende dritte Quartal erwartet Samsung bessere Geschäfte, was auch an den saisonalen Zuwächsen liegt - in den USA sind Elektronikprodukte zum Schulbeginn stark gefragt, und Händler decken sich jetzt schon für das Jahresendgeschäft mit Unternehmen ein.
Mit den jetzigen Zahlen wird Samsung Electronics für eine mögliche Übernahme immer interessanter. So berichtet die FTD(öffnet im neuen Fenster) mit Berufung auf koreanische Medien, der US-Milliardär Carl Icahn und mehrere Hedge-Fonds seien an einer feindlichen Übernahme interessiert. Entsprechende Gerüchte gibt es schon seit Monaten, seit Anfang Juli 2007 steigt die Samsung-Aktie kontinuierlich.