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Welche Rolle spielen Verwertungsgesellschaften?

Ökonomisch betrachtet stellen Verwertungsgesellschaften besondere Wirtschaftunternehmen dar, die in der Regel ein staatlich garantiertes, nationales Monopol innehaben und in gewissem Umfang staatlicher Aufsicht unterliegen. Sie sind für die effiziente Verwaltung der Wahrnehmung der Verwertungsrechte ihrer Mitglieder und, über gegenseitige Verträge, der Mitglieder ausländischer Verwertungsgesellschaften zuständig. Darüber hinaus sei es jedoch wichtig, so Towse und Handke, ihre anderen Funktionen angemessen zu berücksichtigen. Dazu gehören "ihre Funktion als Autorengewerkschaften, als Instrumente der Kulturpolitik und als eine Art Sozialversicherung [...] für ihre Mitglieder". Die in den EU-Mitgliedstaaten existierende Aufsicht über die Verwertungsgesellschaften garantiert, dass diese Funktionen erhalten bleiben. Die Pläne der EU-Kommission würden keineswegs zu mehr Wettbewerb führen, aber einen Wegfall der staatlichen Aufsicht bedeuten. Die Wahrnehmung der anderen Funktionen als der reinen Rechteverwaltung sei damit gefährdet.

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Das Argument, dass Verwertungsgesellschaften die Funktion von Versicherungen für ihre Mitglieder übernehmen würden, vertrat im letzten Vortrag des Tages Ana Maria Perez Gomez Tetrel von der Universität in Nantes (Frankreich) und Gastwissenschaftlerin am MPI in München.

Als Risiken beziehungsweise Unsicherheiten aus Perspektive der Künstler identifiziert Perez Gomez Tetrel die Probleme bei der individuellen Ermittlung von kostenpflichtigen Nutzungshandlungen, bei der individuellen Durchsetzung der Rechte sowie bei der Festlegung von Preisen für Nutzungsrechte. Umgekehrt gilt das zum Teil aber auch für die Nutzer, die Lizenzen erwerben wollen. Für sie wird der Lizenzerwerb vereinfacht, wenn es einen dafür zuständigen Ansprechpartner gibt.

Durch die Zusammenfassung individueller Risiken ("Risk Pooling") bei der Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke sei es den Verwertungsgesellschaften möglich, ihren Mitgliedern ein stetiges Einkommen mit geringen Schwankungen zu sichern. Für diesen "Transfer individueller Risiken" auf das Kollektiv der Mitglieder einer Verwertungsgesellschaft zahlten die Künstler im Gegenzug die Verwaltungsgebühr, die jede Verwertungsgesellschaft automatisch aus den Einnahmen einbehält.

In der sich an die Vorträge anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass im Hinblick auf die Zukunft der Verwertungsgesellschaften noch viele Fragen offen bleiben. [von Robert A. Gehring]

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TomTom 14. Jul 2007

Kopieren ist nicht verboten. Das versucht uns die MI nur einzureden! Nur...

*g* 14. Jul 2007

sehr gut , passt! ^^

xxxxxxxxxxxx12 13. Jul 2007

gerade bei der gema zahlen unbekanntere mitglieder drauf ohne ende.


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