Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Magnetische Kontaktlinsen als Maus-Ersatz

US-Forscher reichen Patentantrag ein. Magnetische Kontaktlinsen sollen bald helfen, ohne Maus und Tastatur den Cursor auf dem Bildschirm zu steuern. Bislang werden Eye-Tracking-Techniken mit einer Kamera und Bilderkennungs-Software ausgestattet, doch bei Brillen, schnellen Bewegungen und ungünstigen Lichtverhältnissen zaudern diese Systeme.
/ Andreas Donath
46 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Der Neurobiologe James DiCarlos am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge will eine solche magnetische Kontaktlinse entwickeln. Gefördert wird das Vorhaben vom Marinefoschungsinstitut der USA. Dort erhoffen man sich, die Augensteuerung dort einzusetzen, wo der Mensch eigentlich alle Hände voll tun hat, und kaum Bildschirm-Kommandos mit Maus, Tasten und Tastatur eingeben kann, beispielsweise in einem Kampfjet.

Vor dem Kontaktlinsenträger wird ein Magnetsensor aufgebaut, der beispielsweise an der Helmseite befestigt wird. Der Sensor erfasst Änderungen des lokalen Magnetfeldes und berechnet darauf, in welche Richtung sich die Augen bewegen.

Das System soll unabhängig von Kopfhaltung und -bewegung funktionieren und unempfindlich gegen Lichteinflüsse oder das Tragen von Nachtsichtgeräten oder Brillen sein. Das Forscherteam wies darauf hin, dass neben militärischen Anwendungen auch zivile möglich seien, beispielsweise zur Steuerung von Rechnern durch Behinderte.

Das dazugehörige US-Patent(öffnet im neuen Fenster) wurde bereits von James DiCarlos und David Cox eingereicht.


Relevante Themen