Magnetische Kontaktlinsen als Maus-Ersatz
Der Neurobiologe James DiCarlos am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge will eine solche magnetische Kontaktlinse entwickeln. Gefördert wird das Vorhaben vom Marinefoschungsinstitut der USA. Dort erhoffen man sich, die Augensteuerung dort einzusetzen, wo der Mensch eigentlich alle Hände voll tun hat, und kaum Bildschirm-Kommandos mit Maus, Tasten und Tastatur eingeben kann, beispielsweise in einem Kampfjet.
Vor dem Kontaktlinsenträger wird ein Magnetsensor aufgebaut, der beispielsweise an der Helmseite befestigt wird. Der Sensor erfasst Änderungen des lokalen Magnetfeldes und berechnet darauf, in welche Richtung sich die Augen bewegen.
Das System soll unabhängig von Kopfhaltung und -bewegung funktionieren und unempfindlich gegen Lichteinflüsse oder das Tragen von Nachtsichtgeräten oder Brillen sein. Das Forscherteam wies darauf hin, dass neben militärischen Anwendungen auch zivile möglich seien, beispielsweise zur Steuerung von Rechnern durch Behinderte.
Das dazugehörige US-Patent(öffnet im neuen Fenster) wurde bereits von James DiCarlos und David Cox eingereicht.