Abo
  • Services:

BKA-Fotofahndung: Das war wohl nichts!

Beleuchtungsverhältnisse beeinflussen stark die Erkennungsfähigkeit

Das Bundeskriminalamt (BKA) führte von Oktober 2006 bis Januar 2007 im Auftrag des Bundesinnenministeriums im Mainzer Hauptbahnhof ein Biometrieprojekt durch. Dabei wurde versucht, 200 freiwillige Testpersonen aus der Masse der Reisenden automatisch per Video-Überwachung herauszufinden. Nun liegt der Bericht zur "Foto-Fahndung" vor - und ist ernüchternd für die Fahnder.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Schwerpunkt des Forschungsprojektes lag auf der Gesichtserkennung. Die Projektverantwortlichen mussten feststellen, dass die überwachten Rolltreppen und Treppen, die in der Tages- und Nachtzeit gefilmt wurden, die Aufnahmetechnik überforderten, besonders bei schlechten Lichtverhältnissen konnten die Kameras keine tauglichen Bilder mehr liefern, mit denen die eingesetzten biometrischen Systeme mit hoher Sicherheit die gewünschten Personen ausfiltern konnten. Es sei nur möglich, gesuchte Personen in Menschenmengen automatisch wiederzuerkennen, wenn die äußeren Rahmenbedingungen, insbesondere die Beleuchtung, stimmen, so das BKA.

Stellenmarkt
  1. Friedhelm LOH Group, Herborn
  2. Hoerner Bank Aktiengesellschaft, Heilbronn

Eine Falschakzeptanzrate von 0,1 Prozent wurde als handhabbar angesehen - bei täglich rund 23.000 Personen in dem gefilmten Bereich wären es noch 23 Falscherkennungen gewesen. Doch konnte man selbst bei Tageslicht nur Erkennungsleistungen von rund 60 Prozent erreichen, nachts sank die Rate auf 10 bis 20 Prozent ab.

Erfolgreiche zweidimensionale Gesichtserkennung sei nur bei Gesichts- Frontalaufnahmen zu erreichen, so das BKA in seinem Abschlussbericht. Das könne man zwar bewusst oder unbewusst durch das Anbringen von Eyecatchern oder Vereinzelungen der Menschenmassen etwa bei Einlass- oder Durchlasskontrollen erreichen, doch müsse man sich auch im Klaren sein, dass eine automatische Fotofahndung dennoch Personal benötige, das beim Erkennen der Gesuchten rechtzeitig vor Ort ist, um zuzugreifen.

Wesentlich höhere Erkennungschancen rechnet sich das BKA mit 3D-Erkennungssystemen aus. Dazu müsste anstelle der derzeit zweidimensionalen biometrischen Aufnahmen zunächst einmal von den Personen der Kopf dreidimensional erfasst werden.

Ein entsprechendes Forschungsprojekt zur Entwicklung eines 3D-Gesichtserkennungs-Algoritmus werde derzeit durchgeführt, ein Feldtest zur Überprüfung der Leistungsfähigkeit soll im April 2009 abgeschlossen werden. Das System sei zwar zur Verifikation von Personaldokumenten gedacht, doch auch bei Identifikationsprojekten wie der Fotofahndung einsetzbar, so das BKA.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  2. 9,99€

Der Andere 17. Jul 2007

Äh.. rechne nochmal genau nach. Promille-Bereich wäre wohl angebrachter, oder das ganze...

Der Nordstern 13. Jul 2007

Mission accomplished! Der Nordstern.

mac 13. Jul 2007

Die Frage ist, ob sich unsere Politiker überhapt noch Gedanken über "versteckte...

Die Fischerchöre 12. Jul 2007

Uns Joschka war mal Steinewerfer. Von Terrorist hat Dein Vorposter ja nichts gesagt.

dumpfbacke 12. Jul 2007

LG Dumpfbacke (Mit Linux wäre das nicht passiert...)


Folgen Sie uns
       


Lenovo Thinkpad X1 Carbon Gen6 - Test

Wir testen das Thinkpad X1 Carbon Gen6, das neue Business-Ultrabook von Lenovo. Erstmals verbaut der chinesische Hersteller ein HDR-Display und einen neuen Docking-Anschluss für die Ultra Docking Station.

Lenovo Thinkpad X1 Carbon Gen6 - Test Video aufrufen
Shift6m-Smartphone im Hands on: Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich
Shift6m-Smartphone im Hands on
Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich

Cebit 2018 Das deutsche Unternehmen Shift baut Smartphones, die mit dem Hintergedanken der Nachhaltigkeit entstehen. Das bedeutet für die Entwickler: faire Bezahlung der Werksarbeiter, wiederverwertbare Materialien und leicht zu öffnende Hardware. Außerdem gibt es auf jedes Gerät ein Rückgabepfand - interessant.
Von Oliver Nickel


    Elektroautos: Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts
    Elektroautos
    Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts

    Wenn Betreiber von Ladestationen das Wort "eichrechtskonform" hören, stöhnen sie genervt auf. Doch demnächst soll es mehr Lösungen geben, die die Elektromobilität mit dem strengen deutschen Eichrecht in Einklang bringen. Davon profitieren Anbieter und Fahrer gleichermaßen.
    Eine Analyse von Friedhelm Greis

    1. WE Solutions Günstige Elektroautos aus dem 3D-Drucker
    2. Ladesäulen Chademo drängt auf 400-kW-Ladeprotokoll für E-Autos
    3. Elektromobiltät UPS kauft 1.000 Elektrolieferwagen von Workhorse

    Mars: Die Staubstürme des roten Planeten
    Mars
    Die Staubstürme des roten Planeten

    Der Mars-Rover Opportunity ist nicht die erste Mission, die unter Staubstürmen leidet. Aber zumindest sind sie inzwischen viel besser verstanden als in der Frühzeit der Marsforschung.
    Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

    1. Nasa Dunkle Nacht im Staubsturm auf dem Mars
    2. Mars Insight Ein Marslander ist nicht genug

      •  /