Ex-ATI-Chef Dave Orton verlässt AMD

Ersatz durch zwei neue Abteilungsleiter

Der ehemalige CEO von ATI, Dave Orton, wird AMD Ende Juli 2007 verlassen. Dies gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt. Einen handfesten Grund für das Ausscheiden Ortons nannte AMD nicht.

Artikel veröffentlicht am ,

Dave Orton
Dave Orton
Wie AMDs Chief Operating Officer und Athlon-Entwickler Dirk Meyer mitteilte, sei Ortons Auftrag der Integration von ATI in das Unternehmen AMD nun getan: "Die Zeit für Dave war nun reif, seinem beruflichen und privaten Leben eine neue Richtung zu geben." Dave Orton meint: "Ich verlasse AMD mit gemischten Gefühlen." Konkrete private oder berufliche Gründe gaben weder Orton noch AMD an.

Stellenmarkt
  1. Scrum Master (m/w/d)
    Vodafone GmbH, Düsseldorf
  2. Projektleiter (w/m/d) für IT Systeme in der Energieversorgung
    PSI Software AG Geschäftsbereich PSI Energie EE, Aschaffenburg, Berlin, Oldenburg
Detailsuche

Dave Orton war mit der Übernahme von ATI vor einem Jahr zum Chip-Hersteller gewechselt, zuvor war der Ingenieur seit Mitte 2004 CEO von ATI. Auch zu diesem Unternehmen kam Orton durch einen Kauf: Anfang des Jahres 2000 hatte ATI das junge Unternehmen ArtX übernommen, das durch die Entwicklung des Grafikchips "Flipper" für Nintendos Gamecube aufgefallen war. ArtX wiederum war eine Ausgründung von SGI, wo Dave Orton als Leiter der Grafikabteilung zuvor den Grafikprozessor für die Konsole Nintendo 64 entwickelt hatte.

Ortons Erfahrung als Entwickler von neuartigen Grafiklösungen brachte im Jahr 2000 frischen Wind in das Unternehmen ATI, die ArtX-Technologie - die auch schon einen externen Grafikprozessor und die integrierte Grafik des Chipsatzes Aladdin7 hervorgebracht hatte - diente in der Folge als Basis für die ATI-Produkte. Die ArtX-Designs wurden innerhalb von zwei Jahren zu vollwertigen GPUs umgestrickt, und Mitte 2002 konnte ATI mit der 9000er-Serie einen Überraschungserfolg landen - vor allem das Modell Radeon 9700 setzte die bisher unangefochtenen Nvidia-Prozessoren unter Druck. Mit den aktuellen ATI-Chips der Generation R600 kommt AMD nicht mehr an die Leistungen der Nvidia-Produkte heran, bietet diese aber besonders günstig an.

Dave Orton hat bei AMD nicht einen, sondern zwei Nachfolger. Rick Bergman, ein ehemaliger ATI-Vize, leitet nun die "Graphics Products Group" bei AMD. Eine neue "Consumer Electronics Group" wird von Adrian Hartog geführt, der früher Chief Technology Officer (CTO) bei ATI war. Diese neue Abteilung kümmert sich verstärkt um die bisher selten im Rampenlicht stehenden ATI-Chips, die nichts mit Computergrafik zu tun haben. So stellte das Unternehmen schon vor der Übernahme durch AMD unter anderem Video-Prozessoren für digitale Fernsehgeräte her, zu den Kunden gehört hier unter anderem Sony.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


shioce 13. Jul 2007

das die neue ati nur ca 20-30 mehr watt verbraucht interessiert keinen.. alle hier...

nicoledos 12. Jul 2007

das sagen alle, wenn der Job nicht mehr so viel Spass macht und zuhause Frau, Kind und...

Ickis 11. Jul 2007

Hab zuerst Rick Berman gelesen, aber der ist in einem anderen Business tätig ^^

knt 11. Jul 2007

Mach dich doch nicht lächerlich. Das was die GPU bewältigt kann man mit der CPU schon...

Core 11. Jul 2007

Als ich von der übernahme hört dachte ich: Endlich AMD-CPU + AMD-Chipsatz (solide wie bei...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Waffensystem Spur
Menschen töten, so einfach wie Atmen

Soldaten müssen bald nicht mehr um ihr Leben fürchten. Wozu auch, wenn sie aus sicherer Entfernung Roboter in den Krieg schicken können.
Ein IMHO von Oliver Nickel

Waffensystem Spur: Menschen töten, so einfach wie Atmen
Artikel
  1. OpenBSD, TSMC, Deathloop: Halbleiterwerk für Automotive-Chips in Japan bestätigt
    OpenBSD, TSMC, Deathloop
    Halbleiterwerk für Automotive-Chips in Japan bestätigt

    Sonst noch was? Was am 15. Oktober 2021 neben den großen Meldungen sonst noch passiert ist, in aller Kürze.

  2. Pornoplattform: Journalisten wollen Xhamster-Eigentümer gefunden haben
    Pornoplattform
    Journalisten wollen Xhamster-Eigentümer gefunden haben

    Xhamster ist und bleibt Heimat für zahlreiche rechtswidrige Inhalte. Doch ohne zu wissen, wer profitiert, wusste man bisher auch nicht, wer verantwortlich ist.

  3. China: Illegale Kryptominer zapfen Strom von Staatsfirmen an
    China
    Illegale Kryptominer zapfen Strom von Staatsfirmen an

    Im Kampf gegen Kryptomining haben chinesische Behörden entdeckt, dass auch in staatlichen Unternehmen und Behörden Strom abgezapft wurde.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bis 21% auf Logitech, bis 33% auf Digitus - Cyber Week • Crucial 16GB Kit 3600 69,99€ • Razer Huntsman Mini 79,99€ • Gaming-Möbel günstiger (u. a. DX Racer 1 Chair 201,20€) • Alternate-Deals (u. a. Razer Gaming-Maus 19,99€) • Gamesplanet Anniversary Sale Classic & Retro [Werbung]
    •  /