Linux-Kernel 2.6.23 mit neuem Scheduler

Erster Treiber für neuen WLAN-Stack aufgenommen

Kurz nach der Veröffentlichung des Linux-Kernels 2.6.22 sind die ersten Teile in den Entwicklungszweig eingeflossen, der zur Version 2.6.23 führen wird. Linus Torvalds hat dabei den Completely Fair Scheduler (CFS) integriert, der den bisherigen Scheduler ablöst.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Neben dem von Ingo Molnar entwickelten CFS stand auch Con Kolivas Staircase-Scheduler zur Debatte, die Entscheidung fiel dann aber auf CFS. Dieser eint etliche Verbesserungen für den zeitlich gesteuerten Prozessablauf, die in den letzten Jahren vorgeschlagen wurden. Dazu zählen hierarchisch aufgebaute Klassen, die Regeln zur Steuerung unterstützen.

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CFS soll im laufenden Betrieb außerdem zwischen einer Desktop- und Serveroptimierung umschalten können und die Last auf Mehrprozessor-Systemen besser als der alte Scheduler verteilen. Con Kolivas stellte unterdessen die Arbeiten an seiner Kernel-Serie - die verschiedene Patches enthält - ein, so dass die Version 2.6.22-ck1 die letzte sein wird.

Ebenfalls integriert wurde ein Treiber für Realtek-USB-WLAN-Sticks, der auf den mit Linux 2.6.22 integrierten WLAN-Stack Mac80211 setzt. Weitere Treiber, die diesen Stack nutzen, sollten folgen, bevor in den nächsten Wochen dann der Kernel 2.6.23 freigegeben wird.

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