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Haben 0180er-Nummern noch eine Zukunft?

Vor diesem Hintergrund denkt die Bundesnetzagentur nun über das Thema 0180 nach und stellt zunächst fest: "Die derzeitige Nutzung der 0180er-Rufnummern im Markt entspricht überwiegend nicht den Zuteilungsregeln und nicht der TKG-Definition von Geteilte-Kosten-Diensten. Sie wird dabei auch - insbesondere aus Gründen der Intransparenz - den Verbraucherinteressen nicht gerecht." Daher sei nun grundsätzlich zu klären, ob "eine Wiederherstellung des Shared-Cost-Prinzips angestrebt werden oder eine Anpassung von Namen und Verwendungszweck der 0180er-Rufnummern an die derzeitige Marktsituation erfolgen sollte".

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Eine mögliche Lösung besteht aus Sicht der Bundesnetzagentur darin, den Begriff "Geteilte-Kosten" fallen zu lassen und stattdessen von "Kundenkontakt-Diensten" zu sprechen. Damit würden 0180er-Nummern aber zu niedrigpreisigen Premium-Diensten, bei denen die Kosten durch die Netzbetreiber festgesetzt werden (Online-Billing). Dabei müsste dann eine preisliche Obergrenze festgelegt werden, um den Nummernbereich 0180 deutlich von dem Nummernbereich 0900 abzugrenzen. Dazu bedarf es aber des Telekommunikationsgesetzes (TKG).

Einfacher wäre es hingegen, die Definition des Telekommunikationsgesetzes beizubehalten und entsprechend der Realität im Markt deutlich niedrigere Entgelte für die 0180er-Rufnummern festzusetzen, schließlich müsse der maximal mögliche Preis eines "Geteilte-Kosten-Dienstes" laut Definition unterhalb der Gesamtkosten des Dienstes liegen. Die Gebühren könnten dennoch über den üblichen Verbindungsentgelten für Ferngespräche liegen, da die technische Realisierung von 0180er-Rufnummern nachweisbar aufwendiger sei. Problematisch ist aber, dass auch hier laut TKG die zusätzlich zu der Verbindungsleistung erbrachten Leistungen nicht eingerechnet werden dürfen. Daher stelle sich die Frage, "ob nicht vielmehr der derzeit in den Zuteilungsregeln festgeschriebene Nutzungszweck für den Nummernbereich 0180 durch die Marktentwicklung überholt ist", so die Bundesnetzagentur.

Eine dritte Option sei die Überführung der 0180er-Rufnummern in das Offline-Billing unter Festhalten an dem Shared-Cost-Prinzip, was mit der aktuellen Regelung um TKG im Einklang wäre. Beim Offline-Billing legen die Diensteanbieter, nicht der Teilnehmernetzbetreiber des Anrufenden, die Preise für ihre Dienste fest. Den Rufnummernteilbereichen sind somit keine bestimmten Preise mehr zugeordnet. Dies bedarf dann aber einer Preisobergrenze, um 0180er-Nummern von 0900er-Rufnummern abzugrenzen und dem Shared-Cost-Prinzip zumindest im Ansatz gerecht zu werden, so die Behörde. Zu einer besseren Einhaltung des Shared-Cost-Prinzips führe dies aber nicht.

In welche Richtung sich das Ganze entwickeln wird, ist derzeit offen. Die Bundesnetzagentur bittet jetzt um Stellungnahmen und will anhand dieser dann einen konkreten Vorschlag für das weitere Vorgehen erarbeiten.

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