Samba setzt auf die GPLv3
Mit diesem Schritt ist Samba zumindest das erste große Open-Source-Projekt, das explizit den Wechsel zur neuen Fassung der GNU General Public License (GPL) bekannt gibt. Man habe die Angelegenheit intern besprochen und sich dafür entscheiden, alle künftigen Veröffentlichungen unter der GPLv3 sowie der LGPLv3 zu lizenzieren, heißt es in der Ankündigung(öffnet im neuen Fenster).
Damit es leichter zu erkennen ist, welche Version unter der GPLv3 steht, wird die nächste Samba-Veröffentlichung nicht als Samba 3.0.26, sondern als 3.2.0 erscheinen. Sämtliche Versionen der freien Serversoftware ab 3.2.0 unterliegen demnach den Bestimmungen der GPLv3, alle Versionen davor der GPLv2.
Sicherheitsupdates für Samba 3.0.25b soll es laut den Entwicklern so lange geben, wie diese Version verbreitet ist. Neue Funktionen hingegen kommen nur noch ab Samba 3.2.0 hinzu. Code-Beiträge wird das Samba-Team wie bisher akzeptieren – sofern die Lizenz "GPLv2 oder später" lautet, sind auch keine Änderungen nötig. Durch den Lizenzwechsel lassen sich die Samba-Bibliotheken allerdings nicht mehr in explizit unter der GPLv2 lizenzierter Software verwenden – hier ist dann der Einsatz älterer Samba-Versionen nötig.
Damit wird also auch das lang erwartete Samba 4 der GPLv3 unterliegen – laut der Firma SerNet ist mit dieser Version aber vor 2009 ohnehin nicht zu rechnen.
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