Neuer EA-Chef: "Wir langweilen die Leute zu Tode"
Wie Riccitiello gegenüber dem Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) (WSJ) angab, kümmern sich EA und andere zu wenig um Gelegenheitsspieler und experimentieren zu wenig mit neuen Verkaufsmethoden außerhalb der üblichen Preisspanne von 50 bis 60 US-Dollar pro 40-Stunden-Spiel. Ihm zufolge würden diese sowieso nicht von vielen komplett bis zum Ende gespielt. "Wir langweilen die Leute zu Tode und machen Spiele, die immer schwerer zu spielen sind" , so die deutliche Ansage von Riccitiello.
Zwar lobte der EA-Chef gegenüber dem WSJ Spiele wie das Online-Rollenspiel "World of Warcraft" (Blizzard/Vivendi), das Gitarrenspiel "Guitar Hero" (RedOctane/Activision) und das noch erscheinende Musikspiel Rock Band (MTV/EA), bei dem es um das gemeinsame Spielen in der Band geht. Dennoch gebe es nicht genügend Spiele, die neue Wege beschreiten.
Fortsetzungen, wie sie von EA zuhauf angeboten werden, sind zwar Riccitiello zufolge weiterhin eine gesunde Strategie, aber nur wenn sie innovativer als in der kürzlichen Vergangenheit seien. Es gebe jedoch viele Produkte, die wie ihre Vorgänger aus dem letzten Jahr aussehen. Diese Kritik musste sich EA in den letzten Monaten und Jahren immer wieder anhören.
In einem Interview mit der New York Times(öffnet im neuen Fenster) erklärte Riccitiello, dass man ein Nischenmarkt geworden sei. "Achtzig, neunzig Prozent der Ressourcen, die wir und unsere Konkurrenten einsetzen, werden in Fortsetzungen von Spielen gesteckt, die Teenager-Jungen mit schnellen Daumen überversorgen" , so der EA-Chef kritisch.