Abo
  • Services:

Bedrohen ARD und ZDF die Pressevielfalt?

Zeitschriftenverleger warnen vor gebührenfinanzierter Online-Presse

Die digitalen Expansionspläne von ARD und ZDF gefährden nach Ansicht des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) die Medienvielfalt in Deutschland. Die Zukunft der zur Digitalisierung gezwungenen freien Presse stehe auf dem Spiel, würden die schwierigen Rahmenbedingungen zur Finanzierung der Online-Presse durch staatlich finanzierte Konkurrenz noch weiter verschlechtert.

Artikel veröffentlicht am ,

Mitte Juni 2007 hatte die ARD verkündet, sie wolle sich künftig viel stärker in den neuen Medien engagieren, unter anderem soll die Tagesschau ab 16. Juli 2007 stündlich aktuell aufs Handy kommen. Auch das ZDF hat angekündigt, sich stärker im Internet zu engagieren und unter anderem seine Fernsehinhalte zum Abruf anzubieten.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main

Diese Pläne aber stoßen bei privaten Rundfunkanbietern und Verlegern auf Widerstand. Das VDZ fürchtet eine öffentlich-rechtliche Online-Presse: "Das ist öffentlich-rechtliche Presse online, die ARD und ZDF ebenso wie klassische Zeitschriften nur als programmbegleitende Randnutzung anbieten dürfen", erklärt Dr. Christoph Fiedler, Leiter Europa und Medienpolitik VDZ, die Sicht des Verbandes. Nach seiner Ansicht fehlt wegen der Vielfalt der freien Online-Presse jegliche Legitimation für eine zusätzliche öffentlich-rechtliche Grundversorgung im Internet.

Fiedler sieht durch die "geplante Ausdehnung staatlich finanzierter Online-Medien [...] die wirtschaftliche Basis der freien Presse und damit die Pressevielfalt in der digitalen Welt massiv" in Gefahr.

Der VDZ appelliert daher an die Ministerpräsidenten, die derzeitigen Schranken des gebührenfinanzierten Internets keinesfalls aufzugeben, sondern durch einen zusätzlichen Public-Value-Test gemäß EU-Vorgabe zu ergänzen und zu konkretisieren. So sollen andere Medien als lineare TV- und Hörfunkprogramme von ARD und ZDF wie bisher nur als programmbegleitende Randnutzung angeboten werden dürfen. Dies gelte vor allem für pressetypische und sonstige "Telemedien" mit Text, Bild, Video und sonstige "Rich-Media" auf stationären wie mobilen Endgeräten. Zudem solle das Online-Budget von ARD und ZDF begrenzt werden.

Geht es nach dem VDZ, soll Werbung in den Angeboten der Öffentlich-Rechtlichen nicht erlaubt und jede sonstige Kommerzialisierung untersagt werden, einschließlich der Überlassung öffentlich-rechtlicher redaktioneller Inhalte an Medien Dritter.

Gebührenfinanzierte Online-Angebote, die in diesem Rahmen möglich seien, sollen nach VDZ-Meinung zusätzlich einem "Public-Value-Test" unterzogen werden. Dabei würde der Wert der Angebote für die Gesellschaft gegen ihren möglicherweise negativen Einfluss auf den Markt abgewogen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 119,90€

craesh 09. Jul 2007

... indem ihr euch frei kauft ;)

dexter 09. Jul 2007

Ey, deine Mudda macht PCs kaputt, DAS ist erwiesen. :D

HWN 08. Jul 2007

Genau, und deshalb gibt es den Öffentlich Rechtlichen Rundfunk, der deutlich unabhängig...

Roder 07. Jul 2007

Diese beiden Medienanstalten gehören geschlossen und ihre Mitarbeiter freigestellt, alle...


Folgen Sie uns
       


Bose Sleepbuds - Test

Stille Nacht? Die Bose Sleepbuds begegnen nächtlichen Störgeräuschen mit einem Klangteppich, wir haben sie ausprobiert.

Bose Sleepbuds - Test Video aufrufen
Nubia X im Hands on: Lieber zwei Bildschirme als eine Notch
Nubia X im Hands on
Lieber zwei Bildschirme als eine Notch

CES 2019 Nubia hat auf der CES eines der interessantesten Smartphones der letzten Monate gezeigt: Dank zweier Bildschirme braucht das Nubia X keine Frontkamera - und dementsprechend auch keine Notch. Die Umsetzung der Dual-Screen-Lösung gefällt uns gut.

  1. H2Bike Alpha Wasserstoff-Fahrrad fährt 100 Kilometer weit
  2. Bosch Touch-Projektoren angesehen Virtuelle Displays für Küche und Schrank
  3. Mobilität Das Auto der Zukunft ist modular und wandelbar

IT-Jobs: Ein Jahr als Freelancer
IT-Jobs
Ein Jahr als Freelancer

Sicher träumen nicht wenige festangestellte Entwickler, Programmierer und andere ITler davon, sich selbstständig zu machen. Unser Autor hat vor einem Jahr den Schritt ins Vollzeit-Freelancertum gewagt und bilanziert: Vieles an der Selbstständigkeit ist gut, aber nicht alles. Und: Die Freiheit des Freelancers ist relativ.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Job-Porträt Die Cobol Cowboys auf wichtiger Mission
  2. IT Frauen, die programmieren und Bier trinken
  3. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix

Datenleak: Die Fehler, die 0rbit überführten
Datenleak
Die Fehler, die 0rbit überführten

Er ließ sich bei einem Hack erwischen, vermischte seine Pseudonyme und redete zu viel - Johannes S. hinterließ viele Spuren. Trotzdem brauchte die Polizei offenbar einen Hinweisgeber, um ihn als mutmaßlichen Täter im Politiker-Hack zu überführen.

  1. Datenleak Bundestagsabgeordnete sind Zwei-Faktor-Muffel
  2. Datenleak Telekom und Politiker wollen härtere Strafen für Hacker
  3. Datenleak BSI soll Frühwarnsystem für Hackerangriffe aufbauen

    •  /